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Aktualisiert vor 21 Minuten.

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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Von der Wolga auf die grüne Insel

18.07.2018

Jever 2010 und 2017 wirkten sie bei den Wandelkonzerten im jeverschen Schloss mit – nun gestalten die Klezmeyers einen ganzen Abend: Das zweite der diesjährigen Schlosskonzerte findet am Mittwoch, 25. Juli, ab 20 Uhr im Audienzsaal statt.

Karten fürs zweite

Schlosskonzert am Mittwoch, 25. Juli, mit den Klezmeyers gibt es an der Kasse im Schlossmuseum Jever: Erwachsene zahlen 18 Euro, Schüler/Studenten 13 Euro, Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Auch Karten fürs Wandelkonzert am 7. September sind noch zu haben.

Das Berliner Trio Klezmeyers spielt sein neues Programm „Moravica“: Von der Wolga an den Zuckerhut mit einem Fingerschnippen, der Strom Moravica fließt plötzlich durch die Provence, ein Blues erklingt an seinem Ufer und die spanische Stadt Ronda findet sich plötzlich an der grünen Küste Irlands wieder: Die Klezmeyers pflegen Treue zur Untreue gegenüber jeglichen musikalischen Konventionen.

Auch diesmal geht es um den Beginn eines Lebens, aber auch um dessen Ende und um alles, was dazwischen geschieht. Das Leben als eine Reise zu verstehen, hin zu unterschiedlichsten Orten und Kulturen und das Erlebte in ihre eigenen Kompositionen zu übersetzen – das ist Ziel von Franziska Orso (Klarinette), Robert Keßler (Gitarre) und David Hagen (Bass): Sie verschmelzen scheinbar Gegensätzliches zu ihrem eigenen Stil.

Klarinettistin Franziska Orso entdeckte schon früh ihre Leidenschaft für die Klezmermusik, die durch einige prägende Begegnungen mit Harrys Freilach, der Gruppe Kol Simcha, und Giora Feidman intensiviert wurde. Inspiriert von einem Klezmer-Workshop bei Giora Feidman gründete sie schließlich 1997 die Klezmeyers und begann nun, ihren ganz eigenen Klezmersound zu kreieren. Im Jazzgitarristen Robert Keßler und David Hagen am Kontrabass fand sie zwei begnadete Musiker, die gemeinsam mit ihr den ganz eigenen Klezmer-Stil pflegen.

Die Reihe der Schlosskonzerte endet traditionell mit dem Wandelkonzert – diesmal am 7. September. Zwar ist das noch etwas hin, doch schon jetzt sollte sich jeder Interessierte Karten sichern. Denn die Wiederholungstäter lassen sich dabei auch keine Zeit.

Ganz unterschiedliche Musik gibt es dann zu erleben: Wie immer warten in verschiedenen Räumen des Schlosses verschiedene Musiker auf die Besucher – von der Galerie bis zum Kanonenkeller. Zu hören gibt es einen Dulzian-Spieler (ein mittelalterliches Holzblasinstrument), A cappella-Musik von Bidla Buh, Trio Dreiklang aus Oldenburg – zu dem auch ein Tanzpaar Tango tanzt.

Kammermusik mit Humor präsentiert das Brassquintett „Blechreiz“, zudem wird eine Kurzoper zu hören sein. Passend zum Biedermeier-Zimmer wird Ulrich Wedemeier von der Ratsmusik auf der Biedermeiergitarre spielen – und natürlich gibt es auch Getränke und Snacks. Und traditionell wird am Ende der Posaunenchor Jever mit Klaus Wedel eine Serenade auf dem Schlosshof spielen.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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