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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Natur des Jeverlands im Blick

12.10.2017

Jever Rund um die Ausstellung „Wissensdurst und Forscherdrang“ zum 250. Geburtstag des Forschungsreisenden Ulrich Jasper Seetzen im Schlossmuseum gibt es ein vielfältiges Rahmenprogramm. Am Sonntag, 15. Oktober, um 11 Uhr startet das Programm mit einer Matinee im Steinsaal mit Werner Menke.

In einer lockeren, bildreichen Lesung zeigt Menke eine vielfach noch unbekannte Facette der Person Seetzen: Der hat sich nicht nur als Forscher in der Ferne, sondern auch als präziser Beobachter der eigenen friesischen Heimat seinerzeit einen Namen gemacht. Der Eintritt kostet 3 Euro – inklusive einem Glas Sekt.

Bekannt ist Seetzen dafür, dass er im Juni 1802 zu seiner großen Forschungsreise aufbrach, von der er nicht zurückkehren sollte. 1811 kam er im Jemen ums Leben. Somit konnte er sein Vorhaben, die Durchquerung des äquatorialen Afrikas, nicht verwirklichen. „Doch hatte bereits die mehrjährige vorangegangene Reisephase mit langen Aufenthalten etwa in Konstantinopel, Aleppo, Damaskus, Jerusalem und Kairo derart viele neue Forschungsergebnisse erbracht, dass Seetzen zu Recht zu den bedeutenden Orientreisenden des frühen 19. Jahrhunderts gezählt werden darf“, sagt Menke.

Über seiner Leistung als Orientalist werde allerdings vielfach übersehen, dass Seetzens Forscherdrang bereits seit seinem Studium in Göttingen, also lange vor seiner großen Reise, stark ausgeprägt war. Nach seiner Rückkehr nach Jever 1792 suchte sich dieses Interesse seine Gegenstände in hohem Maß in der näheren und weiteren Umgebung Jevers.

„So verdanken wir Seetzen eine Fülle von ,Beyträgen zur Naturgeschichte der Herrschaft Jever‘, die zu einem großen Teil in wichtigen zeitgenössischen Zeitschriften veröffentlicht, zum Teil aber auch nur in seinem handschriftlichen Nachlass überliefert worden sind“, so Menke.

Darunter befinden sich zum Beispiel Berichte über Exkursionen zu den Inseln Wangerooge und Helgoland, aber auch protokollartige Notizen zu Beobachtungen auf Spaziergängen im Jeverland. Der Herausgeber einer Oldenburgischen Zeitschrift, in der die Fahrt nach Wangerooge beschrieben wird, charakterisiert Seetzens Intention so: „Hauptzweck des Verfassers ist, seine Leser mit den naturhistorischen Merkwürdigkeiten unsrer Nordseeküste bekannt zu machen, die größtentheils wenig oder gar nie untersucht sind“. Und genau diese Beschreibungen stellt Werner Menke in der Matinee vor.

Seetzen-Radtour

Eine Radtour auf Ulrich Jasper Seetzens Spuren durchs Jeverland hat das Schlossmuseum ausgearbeitet. Sie führt entlang der Route von Jever nach Harlesiel, die Seetzen um 1796 genommen und beschrieben hat.

Am Samstag, 14. Oktober, startet die Tour um 9 Uhr am Schloss Jever, es können noch Teilnehmer mitfahren. Die Strecke ist 54 Kilometer lang. Der Verein „Freundeskreis Schlossmuseum“ freut sich noch über Mitfahrer. Anmeldungen im Schloss unter Tel. 04461/969 350. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Fahrt geht nach den Reiseberichten Seetzens über Wiefels, Ziallerns, Altgarmsiel, Neugarmsiel, Carolinensiel, Friedrichsschleuse, Harlesiel, und zurück über das Geburtshaus Seetzens im Sophien­groden, Pfahldeich (Goldene Linie), Middoge nach Jever.

Pausen sind geplant in Ziallerns (kleines Stehfrühstück), Harlesiel (Wattkieker - Mittagessen) und Middoge (Cafe Middoge - Kaffee). Für den Verzehr fallen Kosten an.

Die Fahrt wird fachkundig begleitet vom wissenschaftlichen Mitarbeiter des Schlossmuseums, Stephan Horschitz.

Im Schlossmuseum gibt es Flyer zu der Seetzen-Radtour.


  www.schlossmuseum.de 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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