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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Vom Keller bis zum Dachboden

02.01.2018

Jever Im vergangenen Jahr ist so einiges im und am jeverschen Schloss passiert – und das wird auch in diesem Jahr so weitergehen. Das hat Schlossmuseumsleiterin Prof. Dr. Antje Sander jetzt deutlich gemacht.

 restaurierung

Die Sanierungen und Restaurierungen des Schlossturmes und des Kellers sind abgeschlossen. Ab März können Besucher dann das Schloss vom Keller bis zum Dach komplett besichtigen. Auch im Innenhof wurde so einiges getan – dort wird dann bald der barocke Garten entstehen. Sobald der Boden frostfrei ist, wird zudem eine neue Blutbuche gepflanzt werden. Denn die alte musste, wie berichtet, gefällt werden. Alle Arbeiten sind durch Bundes- und Landesmittel möglich gemacht worden.

„Darüber hinaus wollen wir im Park möglichst viel für den ökologischen Bereich machen“, sagte Antje Sander. So sollen zum Beispiel Nistmöglichkeiten entstehen.

Auch die Untersuchungen am Edo-Wiemken-Denkmal schreiten übrigens voran. Derzeit findet eine „Langzeitklimamessung“ statt. Denn: ein großes Problem ist die Feuchtigkeit. Während der Untersuchungen am Dachgeschoss wurde festgestellt: Große Teile stammen sogar noch aus dem 16. Jahrhundert.

 Forschungen

Im dritten Jahr konnte auch die Provenienzforschung vorangetrieben werden. Die Bundesförderung wurde bis September 2018 verlängert, nun können die Bestände des Schlossmuseums, die früher im jüdischen Besitz waren, näher untersucht werden.

 Die Bibliothek

Sehr froh ist Antje Sander über den Umzug der Bibliothek vom Schlossmuseum in den Hof von Oldenburg. „Für unser kleines Team war das eine riesige Herausforderung, die mehr als 20 000 Bände zu transportieren. Aber nun ist alles viel besser nutzbar.“

 Museumspädagogik

Ein großer Schritt sei im Bereich der Museumspädagogik gemacht worden, so Antje Sander. Stolz blickt sie auf das Projekt „Starke Frauen – Mutige Mädchen“ zurück, das junge Mädchen näher an das Schlossmuseum gebracht hatte. Ein solches Projekt soll fortgeführt werden: unter dem Motto „Blickkontakte“ können dann aber auch Jungs teilnehmen. Darüber hinaus wurde ein Teil des Dachgeschosses, in dem früher die Bibliothek war, nun als Werkraum für die Museumspädagogik umgebaut.

 Ausstellungen

Zwei Sonderausstellungen waren 2017 im Schlossmuseum zu sehen: „Jevers stille Winkel: Arthur Eden-Sillen­stede malt seine Stadt“ sowie „Wissensdurst und Forscherdrang“ zum 250. Geburtstag des Orientforschers Ulrich Jasper Seetzen. Und die waren offenbar sehr beliebt: Denn Antje Sander rechnet mit sehr guten und zudem höheren Besucherzahlen als im Vorjahr. „Wir kommen locker auf über 50 000 Besucher.“

Auch die Sonderausstellungen für dieses Jahr sind schon geplant:

 Ab 16. März, „Blühende Gärten – kühle Gewölbe“, dann wird der barocke Garten im Innenhof präsentiert. Vorbild für die Gestaltung sind die barocken Gartengobelins mit ihren vielfältigen Kübeln im Schloss. Zudem können die Kellerräume entdeckt werden. Der Back- und Braukeller unter dem Küchenraum ist mit dem mittelalterlichen Geschützkeller verbunden.

 16. Juni bis 15. Januar 2019: „Gezeitenwechsel. Das Herzogtum Oldenburg und das Jeverland 1818 bis 1918.“ Das Ende des Ersten Weltkrieges 1918, die Abdankung des deutschen Kaisers, des Großherzogs von Oldenburg und den Beginn der demokratischen Weimarer Republik bedeuteten ein Zeitenwechsel. 1918 ist auch für das Jeverland der Schlusspunkt als friesischer Landesteil mit besonderen Rechten im Großherzogtum Oldenburg und Neubeginn als Teil des Landes Oldenburg innerhalb der Weimarer Republik.

 Ab 13. Mai: „Der Herzog kommt – Der Herzog zieht aus.“ 1818 wurde Herzog Peter Friedrich Ludwig Schloss, Stadt und Herrschaft von dem russischen Zarenhaus übertragen. Das recht baufällige Schloss musste dringend saniert werden, die dem Zeitgeschmack des Klassizismus entsprechen sollte. Sohn Paul Friedrich August führte die Modernisierung weiter und gab nicht weniger als von der Antike inspirierte Innendekorationen im Stile Pompejis in Auftrag. Das Besondere: „Die Säle, Gänge, Keller und Kammern im Schloss von früher sollen dann Tablets nachempfunden werden“, verrät Sander.

 16. Juni bis 4. November: „Kunst im Auftrag des Herzogs. Oldenburger Porträt- und Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert.“ Die Oldenburger (Hof-)Maler des 19. Jahrhunderts porträtierten Herzöge, kopierten große Meister und schufen modische Ausstattung für Schlösser und Museen.

 Ab 30. September: „Auf den Spuren jüdischen Lebens. Provenienzforschung im Schlossmuseum Jever.“ Dort werden dann die Ergebnisse der dreijährigen Forschung der Sammlung vorgestellt, die während der Zeit des Nationalsozialismus in das jeversche Schlossmuseum gekommen ist.


     schlossmuseum.de 
Antje Brüggerhoff Agentur Hanz / Redaktion Jever
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