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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Erstmal Aufatmen im Spielplatz-Konflikt

21.06.2019

Jever Die Stilllegung und der Verkauf des Spielplatzes Georg-von-der-Vring-Straße ist erstmal vom Tisch: Am Mittwoch stimmten drei Mitglieder des Bauausschusses (SPD und SWG) dagegen, die FDP enthielt sich wegen Beratungsbedarfs, nur die CDU stimmte mit zwei Stimmen für Stilllegung und Verkauf.

Wie es nun mit der Spielleitplanung und dem Spielplatz Karl-Fissen-Straße sowie dem Bolzplatz Johann-Lünemann-Straße weitergeht, müssen erneute Beratungen zeigen. Fest steht nur: Der Spielplatz „Am Mühlentief“ wird aufgegeben – darin waren sich alle einig. Über Stilllegung und Verkauf beider Plätze wurde auf Antrag von SWG und CDU getrennt abgestimmt.

Erst am Montag ist eine Liste mit gut 80 Unterschriften von Nachbarn des Spielplatzes Georg-von-der-Vring im Rathaus eingegangen, dazu ein Brief einer Anwohnerin, die ihre Bedenken gegen die Stilllegung des Platzes formuliert.

Wie berichtet, ist der Spielplatz wie alle gut 50 Spielplätze in Jever Teil der Spielleitplanung. Für den Spielplatz sieht das Spielplatzkonzept die Umwandlung in Bauland vor. Dafür sollen der Spielplatz an der Karl-Fissen-Straße und der Bolzplatz Johann-Lünemann-Straße mit Mitteln aus den Grundstücksverkäufen aufgewertet werden.

Bereits bei der Bürgerbeteiligung zur Spielleitplanung, zu der etwa 25 Anlieger aus dem Bereich Georg-von-der-Vring-Straße kamen, wurde deutlich, dass die Nachbarn „ihren“ zentral gelegenen und gut einsehbaren Spielplatz nicht kampflos aufgeben werden. Sie sehen keinen Grund, den Vorschlag des Spielplatz-Planers hinzunehmen. Ganz im Gegenteil: Sie halten den Spielplatz Karl-Fissen-Straße für verzichtbar.

Im Bauausschuss am Mittwoch verfolgten Anlieger nun aufmerksam die Debatte über ihren Spielplatz.

Mit dem Verkauf des Spielplatzes – vier Baugrundstücke könnten entstehen – könnte die Stadt rund 200 000 Euro einnehmen, die dann für die Aufwertung anderer Plätze zur Verfügung stünden. Bürgermeister Jan Edo Albers betonte, dass sowohl die Fläche an der Karl-Fissen-Straße als auch die Fläche an der Johann-Lünemann-Straße auch wegen der Nähe zur B 210 nicht als Bauland infrage kommen. Für den Spielplatz an der Karl-Fissen-Straße bliebe also nur die Stilllegung, um zumindest die 2500 Euro Personalkosten pro Jahr für die Begutachtung einzusparen. Dann sei aber der von den Planern vorgeschlagene 350-Meter-Radius als adäquate Gehentfernung nicht mehr gewährleistet.

Albers sieht zur konsequenten Umsetzung der vom Rat beschlossenen Spielleitplanung nur eine Möglichkeit: Der Spielplatz Georg-von-der-Vring-Straße bleibt erhalten, dafür müssen die fehlenden gut 200 000 Euro an anderer Stelle aus Haushaltsmitteln zur Verfügung gestellt werden. „Denn wir sollten an der Spielleitplanung als familienfreundliche Stadt festhalten“, betonte er. Zudem müsse das für weitere Spielplätze gelten, die stillgelegt werden sollen, wo es aber Proteste der Anwohner für den Erhalt gibt.

Die SPD um Wilfried Wolken hat sich in der Sitzung klar für den Erhalt ausgesprochen: „Wir sehen uns in unserer Annahme bestätigt“, sagte er. Die SPD habe alle Spielplätze bereist und mit Anwohnern und Nutzern geredet und sei davon ausgegangen, dass der Erhalt des Spielplatzes Georg-von-der-Vring gewünscht sei. „Der Spielplatz Karl-Fissen-Straße ist keine Alternative, er ist nicht einsehbar, abgelegen und steht nach Regen sofort unter Wasser“, sagt Wolken. Auch die SWG lehnte den Verkauf ab und will ebenso wie die FDP weiter beraten. Nur die CDU will das Konzept durchziehen und stimmte für den Verkauf.

Nun wird die Verwaltung eine Liste mit den Spielplätzen, die aufgegeben werden sollen, und den Einnahmen aus möglichen Verkäufen erstellen, „damit sichtbar wird, wie viel Geld aus Haushaltsmitteln bereitgestellt werden müsste, wenn Stilllegungen und Verkäufe scheitern.“

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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