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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Theaterworkshop In Jevers Schloss: Spielerisch ins Netz gegangen

19.11.2019

Jever Drei Personen stehen trauernd um eine auf dem Boden liegende Person. Eine fünfte Person kniet daneben und betet. Bilder aus der Bibel schauspielerisch aufzubereiten, demografischen Wandel zu thematisieren oder historische Orte zu bespielen, erfordert Feingefühl. Und ein Miteinander auf Vertrauensbasis. „Theaterpädagogik kennenlernen“ hieß der Workshop von Theaterpädagoge Frank Fuhrmann und Jörg Kowollik vom Landesamt Theaterpädagogik im Schloss Jever, an dem am Montag 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen sozialen Institutionen beteiligt waren.

„Jeder soll sich wohlfühlen auf der Bühne, aber auch ein Stück weit über die eigene Grenze hinaus agieren“, erklärt Fuhrmann den Theater-Anfängern. Der Fachtag wurde im Rahmen des Projekts „Theaterpädagogik in die Fläche bringen – Transformationsprozesse initiieren“ veranstaltet. Es wird gefördert vom Landesministerium für Wissenschaft und Kultur, der Jugendkulturarbeit, der Landesbühne Nord, Landesamt Theaterpädagogik und dem Blauschimmel-Atelier.

Ziel ist, Menschen und Institutionen zusammenzubringen, ihnen die Verfahren der Theaterpädagogik näherzubringen und sie zu ermutigen, in ihren Einrichtungen theaterpädagogische Angebote anzubieten. Und es geht darum, ein Netzwerk aufzubauen. Die Teilnehmer kamen von Schulen mit Fächern wie Darstellendes Spiel, von Kindergärten, Behindertenwerkstätten, Jugendämtern, Jugendhäusern und Seniorengruppen.

So war auch Uwe Kamplades Interesse geweckt, da er eine Seniorengruppe in Schortens leitet. „An die Senioren ab 75 Jahren kommt man nicht ran, wenn man sie nicht ganzheitlich anspricht, also mit mehreren Sinnen. Die einfachen Übungen, die wir heute gemacht haben, waren gut geeignet für Personen, die mit Theater bisher kaum Berührungspunkte hatten. Es waren Übungen dabei, bei denen sowohl der ganze Körper als auch der Mensch vor einem involviert waren“, freut sich Kamplade. Er hofft, Kooperationspartner für seine Seniorengruppe zu finden, damit dort Theater Einzug halten kann.

Und genau darin liegt die Krux: Wenn erst eine Idee aufgekeimt ist, geht es an die Umsetzung – und dafür fehlt oftmals das nötige Kleingeld. Jörg Kowollik erklärt die Projektplanung: „Erst einmal müssen Fragen geklärt werden: Wer ist der Träger? In welchem Zeitraum will ich mein Projekt verwirklichen? Was ist meine Zielgruppe? Und welche Kooperationspartner kann ich mir wo suchen? Wichtig ist ein gutes Netzwerk.“

Ein weiteres Problem sind die bürokratischen Hürden, die man überwinden muss, wenn man beispielsweise als Klassenlehrerin Theaterpädagogik in den Schulraum bringen will: So gehören Schule und Theater in verschiedene Fachbereiche einer Stadtverwaltung, da ist das Miteinander meist nur langwierig zu etablieren.

Frank Fuhrmann und sein Kollege Jörg Kowollik fungieren da als Ansprechpartner. Außerdem wird jährlich ein Spielleiter-Training bei der Landesbühne angeboten - Spielleiter sollen weitere Projekte im Landkreis Friesland initiieren. Der Landesverband Theaterpädagogik vertritt rund 57 Mitglieder, darunter 17 Organisationen in Niedersachsen und unter anderem die Landesbühne Nord in Wilhelmshaven. Der Workshop soll erneut angeboten werden. Vielleicht finden sich dann wieder Projekte, die die verschiedenen Institutionen zusammen generieren wollen.

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