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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Menschen: Jeversche Braukunst in die „Rockies“ gebracht

28.12.2013

Jever /Missoula Pils, Hefeweizen oder Eisbock: Deutsches Kulturgut – und zwar in flüssiger Form – beschert derzeit Jan Schneider den Menschen im amerikanischen Staat Montana. Der 24-Jährige schloss im Mai 2013 seine Ausbildung als bester Brauer-Lehrling Niedersachsens in Jever ab. Der Lohn: ein Jahrespraktikum bei der ältesten im Staat aktiven Brauerei „Bayern Brewing“ in Missoula, die auf traditionelle deutsche Biersorten spezialisiert ist.

„Ich arbeite hauptsächlich im Sudhaus, bin für die Würzeherstellung zuständig“, erzählt der Wilhelmshavener. Weiterer Aufgabenbereich: „Ab und zu fahre ich in Städte, um dort traditionelle Holzfassanstiche in Bars zu machen.“ Den Amerikanern sei dies in der Regel gänzlich unbekannt. „Es wird dann immer groß gefeiert.“

Seit Ende Juli ist der Brauer und Mälzer nun in den USA, Missoula liegt in den „Rocky Mountains“. „Am Anfang war es schwer, mich zurecht zu finden“, sagt er. Zwar sei die Stadt bezüglich der Einwohnerzahl klein, dafür aber – typisch USA – weitläufig gebaut. „Hier ist alles etwas größer“, sagt Schneider. „Die Auswahl der Supermärkte macht mich immer noch irre.“

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Hilfe kam beim Zurechtfinden vor allem von den neuen Kollegen. „Vor meinem Flug habe ich mir natürlich Gedanken gemacht wegen all der Klischees aus Film und Fernsehen“, erinnert er sich. „Die sind größtenteils aber überhaupt nicht zutreffend.“ Die Amerikaner seien freundlich – „ich habe auch bereits einige Freundschaften geschlossen.“

Etwas gewöhnungsbedürftig sei lediglich das erste Weihnachten fern der Heimat gewesen. Gefeiert wird dort nicht an Heiligabend, sondern einen Tag später. Ansonsten alles wie in Deutschland, nur etwas üppiger: „Viel Kitsch, Häuser eingepackt mit Lichterketten – und viel Essen.“

„Ich versuche in meiner Zeit hier möglichst jede Erfahrung mitzunehmen“, sagt der Jung-Brauer. Fehlen durfte da natürlich nicht der Besuch eines Schießstands. Sturmgewehr, Schrotflinte, Handfeuerwaffen – die bekanntlich liberale Gesetzgebung in den USA in Bezug auf Waffen bietet da alle Möglichkeiten. Aber: „Es war kein ,Hillbilly-Dosenschießen‘ im Wald. Es gab eine Sicherheitsbelehrung, die Leute waren sehr verantwortungsbewusst.“

Was ihm fehlt trotz der vielen gewonnen neuen Eindrücke? „Die Familie und Freunde – vor allem an Weihnachten.“ Und außerdem weiteres deutsches Kulturgut, nicht flüssig, sondern deftiger Natur: „Guter Braten, Grünkohl – und Mettbrötchen.“

Wenn sein Praktikum Anfang August 2014 ausläuft, will er die verbleibende Zeit zum Reisen nutzen. Das Visum gilt bis Monatsende. Alaska, „Death Valley“ und Kalifornien lautet momentan die Planung. Zu Neujahr will er am „Polar Bear Plunge“ teilnehmen. Bei der lokalen Tradition springen die Teilnehmer in Badehose durch ein Eisloch in einen gefrorenen See.

Außerdem will er noch einen „Mythos“ nachspüren, wie er sagt. „Ich werde hier oft gefragt, warum die Deutschen David Hasselhoff so lieben. Keine Ahnung woher das kommt, ich konnte dieses Missverständnis bisher nicht bereinigen.“

Tim Gelewski Agentur Hanz / Redaktion Jever
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