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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Jüngere Mitglieder sollen Tradition am Leben halten

18.03.2013

Jever „Es ist erfreulich, dass wir jüngere Mitglieder aufnehmen konnten, die eine Garantie für die Fortsetzung der langen Tradition der Stammtischgesellschaft ,Die Getreuen von Jever‘ sein werden“, freute sich Präses Ingo Hashagen bei der Hauptversammlung der „Getreuen“. Hashagen warb für Exponate, die im Getreuen- und Bismarckmuseum für die Darstellung der Getreuen-Geschichte verwendet werden sollen.

Der jeversche Traditionsverein strebt an, anstelle einen Forschungspreis auszuloben, mit einem Zuschuss die Artenvielfalt, insbesondere den Erhalt des Kiebitzes zu unterstützen. Der Bestand an Kiebitzen im Jeverland, dessen Eier die „Getreuen“ zu Lebzeiten Bismarcks zum Geburtstag nach Friedrichsruh sandten, ist extrem eingebrochen.

Aus Mitteln der Familie-Blume-Stiftung wird die Umrandung der Bismarck-Eiche auf dem Kirchplatz von der Stadt Jever in Auftrag gegeben, teilte Hashagen mit. Die diesjährige Exkursion der „Getreuen“ führt nach Alken (Mosel) zur Burg Thurant, nach Speyer und in ein Pfälzer Weingut, aus dem Bismarck Wein erhielt.

Für den erkrankten Gastredner, Josef Kersting von der befreundeten Stammtischgesellschaft „Reichstag“ in Lüdinghausen berichtete Getreuen-Mitglied Dietmar Reck in Kurzform aus dem Konzept des Vortrags von Kersting über „Historische Stammtischgesellschaften in Deutschland“, die er als Teil des gesellschaftlichen Lebens bezeichnete.

Insofern sei es für die heute noch bestehenden historischen Stammtische eine bleibende Herausforderung, die Tradition in die Moderne zu übertragen und den Geist der historischen Runde in die folgenden Generationen weiterzutragen.

Der vermutlich älteste und jeden Freitagabend tagende Stammtisch sind die „Klausenbrüder“ in Osnabrück, dokumentiert seit 1819. Zu den noch bestehenden Stammtischgesellschaften gehören auch die 1845 gegründete „Gräßle-Gesellschaft“ in Heilbronn, die „Kleiderseller“ in Braunschweig (1859), die „Getreuen von Jever“ (um 1872), der „Flurverein“ in Detmold (1878), die „Gesellschaft Reichstag“ in Lüdinghausen (1892) und die „Vereinigten Kalkwerke“ in Arnsberg (1897).

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