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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Keineswegs Geschichten zur guten Nacht

26.09.2008

Sie ist eine durchaus bekannte und versierte niederdeutsche Autorin, und so ist es nicht eben ein Debüt, das sie an diesem Freitag mit ihrer Lesung im historischen Waisenhaus in Varel gibt. Dennoch – ein bisschen Spannung, man könnte auch sagen: Lampenfieber, ist „da; das ist immer so vor meinen Lesungen, sonst fehlte auch etwas“.

Erika Braasch aus Dangast sagt es mit lächelnder Selbstironie, und diese Weise des Selbstumganges zeigt schon an, was sie auch in der Literatur bevorzugt: das Realistische, die reflektierte Sicht und Darstellung des Gefühls, mal durchaus gebrochen-melancholisch, andererseits auch heiter, ironisch oder auch mit befreiendem Humor.

In Hohenberge aufgewachsen, ist Niederdeutsch auch die Sprache ihrer Kindheit. Doch nicht nur darin, in der Identitätsvergewisserung, besteht für sie die Faszination. Es ist vor allem die besondere Ausdruckskraft, die ästhetisch-emotionale Qualität des Platt als Literatursprache, die sie immer wieder zu produktiver Auseinandersetzung reizt. Wer den niederdeutschen Zungenschlag kennt, weiß es aus eigenem Erleben: Es gibt Nuancen der Kommunikation, die nur auf Platt Gestalt gewinnen.

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Erika Braasch bevorzugt die kleine Form, die kurze Erzählung, wenn auch keineswegs immer von einfacher Struktur. Was sie nicht so mag und vermeidet, ist das Döntje. Für sie sollte auch die plattdeutsche Literatur haben, was Literatur überhaupt kennzeichnet und wertvoll macht: einen Gehalt, wert des Bedenkens.

Wie alles begann mit der Autorin Erika Braasch? Ganz einfach, ihr gingen die Gutenacht-Geschichten für die damals kleine Tochter aus, und da schrieb sie – zunächst auf Hochdeutsch – eben selbst welche. Dann wollte die Tochter diese Geschichten nicht mehr hören, die Mutter schrieb weiter, für die Schublade, und „irgendwie kam ich dann aber aufs Platt“. Wer so etwas so sagt, der ist vor allem eines: eine Erzählerin.

Erika Braasch, Mitglied des „Spieker – Heimatbund für niederdeutsche Kultur“ und des Rüstringer Schrieverkrings, liest heute ab 20 Uhr im Waisenhaus. Weiter bestreiten die Lesung zum „Plattdüütsch-Dag“ die Autoren Erika Abrahams, Diethold Borchers, Hella Ehmen, Lilo Meyer, Reinhard Meyer und Helga Theilen.PS

Erika Braasch

Autorin

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