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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Kirche: „Kleinod sakraler Baukunst“

06.05.2017

Jever „Ein Kleinod sakraler Baukunst“ und „Jevers Bevölkerung kann stolz sein“: Mit diesen Titelzeilen würdigte der NWZ-Jeverland-Bote 1967 die neu gebaute St. Marien-Kirche Jevers. Nach knapp elfmonatiger Bauzeit war am 7. Mai die neue Kirche von Weihbischof Heinrich Tenhumberg geweiht.

Auch zur Feier der 50-jährigen Kirchweih am Sonntag, 7. Mai, kommt der Weihbischof nach Jever: Wilfried Theising feiert mit Jevers katholischer Gemeinde und Gästen um 16 Uhr Gottesdienst in St. Marien.

„Mit dieser Kirche entstand zwischen Großer Burgstraße, Krummellenbogenstraße, Kleiner Burgstraße und Großer Rosmarinstraße ein neuer kleiner Stadtteil“, schrieb damals NWZ-Redakteur Horst Bäßler: „Alte Häuser verschwanden und gaben Parkflächen Platz. Pfarrhaus, Jugendheim und Bibliothek sind äußerlich in Rot-Weiß-Malerei den Farben der Kirche angepasst, durch Mauern miteinander verbunden und zu einem einzigen, in Stil und Ton fein aufeinander abgestimmten Komplex kombiniert. Altes wurde mit Neuem verbunden. . . Wie die neue evangelische Stadtkirche ist St. Marien ein Kleinod sakraler Baukunst. Es unterscheidet sich vom Gotteshaus am Kirchplatz darin, dass es auch äußerlich wie eine Kirche aussieht.“

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Der Kirchenneubau kostete damals mehr als 800 000 Mark – geplant waren 650 000 Mark: An der Finanzierung beteiligten sich damals Offizialat, die Bonifatiusvereine Paderborn und Münster und das Verteidigungsministerium – weil die Luftwaffe die Kirche mitnutzte. Den Großteil der Kosten stemmte die kath. Pfarrgemeinde selbst und nahm dazu auch einen Kredit auf.

Zweimal St. Marien in Jever: links die von Architekt Theodor Eilers entworfene und 1901 geweihte, rechts die neue Kirche von Architekt Gerd Rohling. BILD: Melanie Hanz/kath. Gemeinde

Baugeschichte St. Marien

Die alte St. Marien-Kirche, 1901 nach den Entwürfen des jeverschen Architekten Theodor Eilers gebaut und geweiht, hatte rund 100 Sitzplätze. Doch die katholische Gemeinde war durch den Zuzug von Vertriebenen und Soldatenfamilien auf rund 1200 Mitglieder gewachsen – die alte Kirche war zu klein geworden.

Seit 1964 führte die katholische Gemeinde deshalb Gespräche über den Bau einer größeren Kirche. 1965 wurden die Pläne von Offizialat und Stadtrat Jevers genehmigt. Bereits im März 1966 wurde die alte Kirche abgerissen, elf Monate später stand die neue Kirche.

Die Entwürfe zur neuen Kirche stammen vom Cloppenburger Architekten Gerd Rohling: Der Kirchenbau mit 240 Sitzplätzen ist asymmetrisch angelegt und in seiner Einrichtung in kubische Elemente aufgegliedert – der Blick der Gottesdienstbesucher bleibt stets auf den Altarraum gerichtet.

Beeindruckend sind die bunten Betonglasfenster in der Ostwand des Kirchenraums und im Atrium: Entworfen wurden sie von Rudolf Krüger aus Osnabrück, ausgeführt von der Kunstglaserei Derix aus Düsseldorf. Die Fenster im Atrium zeigen den brennenden Dornbusch; in der Kirche sind in der Mitte das Opfer Christi am Kreuz, rechts das Opfer Melchisedechs und links Abraham bei der Opferung Isaaks zu sehen. Ein weiteres Fenster in der Südwand zeigt die apokalyptische Frau.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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