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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Konzerte erinnern an Synagogen-Brand

26.10.2013

Friesland Eine Gedenkveranstaltung mit Musik? Ein Konzert in Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse der Pogromnacht von 1938? Der in Neustadtgödens lebende Musiker Gerd Brandt von der Folkgruppe Laway und der in Norden lebende Autor Hans-Hermann Briese haben sich an das schwierige Vorhaben gewagt. Sie haben ein Konzertprojekt „As Gotteshusen brannt hebben“ initiiert.

Erinnerungen vertont

Neun Musiker und Autoren aus Friesland und Ostfriesland sind daran beteiligt. Premiere ist am Donnerstag, 7. November, in der St. Magnus-Kirche Esens, am 8. November, gastiert die Gruppe ab 20 Uhr in Jevers Stadtkirche. Acht weitere Konzerte folgen.

Grundlage für das Konzertprojekt ist zum einen die „Kantate Mauthausen“: Der jüdische Schriftsteller Iakovos Kambanellis, Überlebender des KZ Mauthausen, veröffentlichte 1965 seine Erinnerungen als „Mauthausen Chronik“ und einen Gedichtzyklus, den sein Landsmann Mikis Theodorakis vertonte. Gerd Brandt hat die Texte behutsam ins Plattdeutsche übertragen und die Botschaft der Mauthausen-Lieder bewahrt. „Denn die Sprache der ostfriesischen Juden war unser Platt“, sagt Gerd Brandt.

Das Konzertprojekt ist Teil des Projekts „Reise ins jüdische Ostfriesland“ der Ostfriesischen Landschaft. Brandt und Briese sind überzeugt, mit ihrem Projekt dem Gedenken eine besondere Ausdrucksform gegeben zu haben.

Von Hans-Hermann Briese stammt der Gedichtzyklus „Israel“, der 1990 mit dem Freudenthal-Preis ausgezeichnet wurde. Diesen Zyklus haben Musiker der Gruppe Laway in der Tradition der jüdisch-israelischen Musik bearbeitet und mit Liedern aus Israel, übertragen auf Plattdeutsch, ergänzt. Neben Musikern von Laway wirken Sängerin Christine Schmidt von den Dwarslopers, Albertus Akkermann von Triangel und Manuel Bunger von Grupo Alegria weitere Musiker aus Ostfriesland und dem Oldenburger Land an der Umsetzung des Konzertprojekts mit.

Termine und Karten

Sieben Konzert werden im November zum 75. Jahrestag der Pogromnacht stattfinden, weitere drei Konzerte sind Ende Januar 2014 zum Holocaust-Gedenktag geplant. Veranstaltungsorte sind Kirchen in jenen Orten, in denen am 9. November 1938 Synagogen brannten.

Die Termine: Esens (7. November), Jever (8. November), Emden (9. November), Wilhelmshaven (Banter Kirche, 10. November, 17 Uhr), Norden (15. November), Weener (16. November) und Leer (17. November) sowie Westrhauderfehn (25. Januar), Aurich (26. Januar) und Venne bei Osnabrück (27. Januar). Karten (12 Euro im Vorverkauf) und Infos: Tel. 04422/98 6001.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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