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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Kritiker gratuliert Stadt zu Experiment

12.09.2014

Varel Die Kunstmeile von der Schützenwiese bis in die Innenstadt ist (fast) vollendet. Und am Donnerstag wurden die sechs Kunstwerke in Anwesenheit des Künstlers Michael Fischer-Art und zahlreicher Kunstinteressierter vor dem Rathaus eingeweiht. Bürgermeister Gerd-Christian Wagner dankte dem Förderverein für Kunst und Kultur, der die Aktion organisiert und auch finanziert hatte. „So wie man es uns vorgestellt hat, sieht es nicht aus. Es sieht besser aus, filigraner, bunter exotisch“, sagte Wagner.

Und Lob kam auch von dem Kunstkritiker Jürgen Weichardt (Oldenburg). Er hob die Leichtigkeit der Figuren hervor, die „vergessen lassen, dass sie Schöpfungen aus Stahl sind“. Die humorvollen Gestalten „beeindrucken die Bürger und erschrecken die Ideologen“, sagte Weichardt. Die Figuren bräuchten Gewöhnungszeit, „das spricht für sie“, gratulierte er der Stadt Varel zu der Kunstmeile.

25 Jahre nach Mauerfall

Er hoffe, dass seine Kunstwerke Diskussionen auslösen, gab der Leipziger Künstler den Dank zurück an die Stadt Varel. „Wenn es jeder schön findet, wäre es beliebig“, sagte Fischer-Art. Er erinnerte daran, dass er in der DDR aufgewachsen ist. „Solche Dinge hätte man nicht in der DDR aufstellen dürfen“, erinnerte Fischer-Art. Umso froher sei er, dass er 25 Jahre nach dem Mauerfall so ein Kunstwerk von einem in der DDR aufgewachsenen Künstler „im Westen“ habe aufstellen dürfen. Er dankte der Stadt und der Firmengruppe Bünting, die das Vorhaben unterstützt hat.

„Es wäre nicht möglich gewesen ohne das Engagement Vareler Firmen“, dankte Dr. Heiko Scheepker, Vorsitzender des Vereins für Kunst und Kultur (FKK) für die Bereitschaft zu helfen.

Kuh oder Chamäleon

„Mir fallen zentnerschwere Steine von den Schultern. Ich bin heilfroh und glücklich, dass die Figuren da sind“, sagte Scheepker. Nichts Heroisches sei aufgestellt worden, sondern Kunst, „an der wir Freude haben“.

Zusammen mit den Besuchern der kleinen Einweihungszeremonie ging es dann von der „Frau mit Kind“ vor dem Rathaus zur gegenüberliegenden Plastik „Mann mit Tier“ am Spülteich. Dort enthüllten Scheepker und Fischer das verhüllte Tier, „ein pflegeleichtes Haustier“, wie Fischer glaubt, oder eine Art zwischen „Kuh, Schaf und Chamäleon“, so Scheepker.
 Außer den vier Plastiken vor Rathaus und Spülteich gibt es noch den Vogelprinz am Alten Warf und den Klettermaxen an der Fassade des geschlossenen Markant-Marktes. Eine siebte Figur soll vor der Alten Post aufgestellt werden.

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Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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