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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Endlich!

07.07.2015

Dangast Das Rätsel um die Mitte Juni im Watt vor Dangast gefundene blaue Kinder-Skulptur ist gelöst. Der Künstler Andreas Joerißen aus Heinsberg bei Aachen in Nordrhein-Westfalen hat die etwa 70 Zentimeter hohe und 20 Kilogramm schwere Stein-Statue rund 800 Meter vor dem städtischen Strand abgestellt (die NWZ  berichtete).

Bei Ebbe wurde die Skulptur abgestellt. BILD: Joerißen
Dann kam langsam die Flut im Jadebusen. BILD: Joerißen
Am Ende war die Skulptur weg. BILD: Joerißen

Hier taucht die Skulptur im Jadebusen ab

Dass die Figur im Watt aufgestellt wurde, hat einen Grund. „Es ist faszinierend: Nachdem die letzte Flut drüber schwappte, war sie nicht mehr zu sehen, aber immer noch da“, sagt der Künstler Andreas Joerißen: „Es war wie ein Geschenk an die Nordsee, die es mit der Ebbe wieder zurückgibt, und für den Finder ist die Skulptur dann wieder ein Geschenk.“

Gefunden wurde das blaue Kind von Michaela Droste und ihren Töchtern Lacey und Justine aus Neuenkirchen-Vörden, die im Urlaub Muscheln suchten. Sie bargen das Objekt. Seitdem lagert es im Verwaltungsgebäude des städtischen Campingplatzes. Dort können sie es sich nun abholen. „Das ist eine tolle Nachricht“, sagte Michaela Droste: „Ich finde die Skulptur toll.“

„Dort sollte sie gefunden werden“, sagt der 50-Jährige: „Die Menschen, die die Skulptur gefunden haben, sind nun die glücklichen Besitzer.“ Seit knapp einem Jahr stellt er die stets gleich aussehenden Kinder-Skulpturen deutschlandweit an unterschiedlichen Plätzen auf. „Ich hatte die Idee, so viele davon wie möglich auszusetzen“, sagt er.

Andreas Joerißen platzierte bereits welche auf dem Großen Platz in Brüssel, auf der Kölner Domplatte oder in Mönchengladbach. „Ich mache das aber nur an Orten, zu denen ich einen Bezug habe“, betont er. Nach Dangast kam er über Oldenburg, wo er in der Innenstadt ebenfalls eine der Kinder-Skulpturen aufgestellt hatte.

„Ich habe einen engen Bezug zu Horst Janssen“, sagt er. Persönlich kannte er den in Oldenburg aufgewachsenen Künstler (1929 – 1995) zwar nicht. „Aber in meinem Werk spielt er eine unheimlich große Rolle. Er war entscheidend für meine Entwicklung“, sagt Joerißen.

Nach dem Fund der Skulptur (siehe Infobox) suchten auch heimische Künstler vor Ort nach Spuren. Die Bemühungen verliefen alle im Sande. Den entscheidenden Hinweis gab ein Mann aus Wassenberg bei Düsseldorf. Leo Jongen war im Internet auf die NWZ -Berichte gestoßen und meldete sich bei der Redaktion des „Gemeinnützigen“ in Varel. „Ich hatte die Skulptur ein paar Wochen zuvor schon einmal in Nordrhein-Westfalen gesehen“, erinnerte er sich. „Zufällig habe ich dann auch im Internet bei Facebook darüber gelesen.“ Die NWZ  verfolgte in dem sozialen Netzwerk die Spur weiter und machte Andreas Joerißen schließlich ausfindig.

Urlauber haben im Watt vor Dangast eine Skulptur gefunden. Wo kommt sie her? Informationen nimmt die NWZ-Redaktion gerne entgegen.Posted by Der Gemeinnützige on Dienstag, 16. Juni 2015

Mit den blauen Skulpturen will der Künstler auf den Missbrauch von Kindern hinweisen. Die linke Hand, die sich das Kind vor das Gesicht hält, soll dazu animieren, sich in solchen Situationen zu wehren, erläutert Joerißen, der auch als Psychotherapeut arbeitet: „Die Farbe Blau steht für die Freiheit der Kinder.“

Auf einem Zettel heftete er zudem die Aufforderung „Sage Nein!“ an. „Das ist der Titel eines Liedes von Konstantin Wecker“, erläutert Joerißen. Der Münchner Liedermacher unterstützt das Projekt. „Er war sofort davon begeistert“, sagt der Künstler.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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