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NWZonline.de Region Friesland Kultur

DAUERLEIHGABE: Leidenschaft macht im Museum fest

26.07.2007

wilhelmshaven/hl Die Familienbande des 2. Bürgermeisters Werner Biehl haben dem Deutschen Marinemuseum jetzt 14 wunderbar detailierte Schiffsmodelle beschert. Biehls Cousin Peter Vries (beide stammen aus Ludwigshafen am Rhein) lebt seit langem seine Leidenschaft für die Seefahrt im Modellbau aus. „Doch was wird nach meinem Tod mit den Schiffen geschehen?“, fragte sich Vries. Seine Tochter hat kein Interesse daran. Werner Biehl vermittelte deshalb den Kontakt zum Wilhelmshavener Museum. Schon zu Lebzeiten hat der Pfälzer Vries nun seine mit viel Leidenschaft gebauten Schiffe als Dauerleihgabe dem Marinemuseum überlassen.

Peter Vries wurde 1945 geboren, lebt heute als selbstständiger Heizungsbauer und Installateur in dem kleinen ehemaligen Fischerdorf Altrip in der Nähe seines Geburtsortes. Als junger Wehrpflichtiger ging Peter Vries zur Marine – und war immer fasziniert von den Marineschiffen. Er beschäftigte sich dann zunächst mit der Geschichte des Marineschiffbaus, bevor er sein erstes Modell bastelte: Einen Segler. Danach folgten viele „graue“ Schiffe – Kriegsschiffe aus der Kaiserzeit und den beiden Weltkriegen. „Sein Ziel war es, aus jeder der drei Perioden jeweils ein typisches Schiff als Model zu bauen“, erzählt Werner Biehl von seinem Cousin. Darunter das Küstenpanzerschiff „Beowulf“, der Große Kreuzer „Lützow“, der Schwere Kreuzer „Prinz Eugen“ und das Panzerschiff „Graf Spee“.

Der Höhepunkt seiner Modellbaukarriere stellt aber gewiss das Schlachtschiff „Bismarck“ dar (bei ihrem Untergang im Mai 1941 riss die Original-„Bismarck“ fast 2000 Menschen mit in den Tod). Peter Vries hat 4000 bis 5000 Stunden an dem 2,6 Meter lange Modell gearbeitet. Jede einzelne der 6000 Decksplanken wurde von Hand aus Furnierholz geschnitten. Das Modell sei sogar schwimmfähig, so Biehl. Sein Cousin habe die originalgetreue „Bismarck“ ohnehin nie zu Wasser lassen wollen: Er hätte Angst vor Schwan-Attacken.

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Museums-Geschäftsführer Stephan Huck ist begeistert von den 14 Schiffsmodellen: „Die Arbeiten sind mit großer Liebe zum Detail ausgeführt worden – absolute Tamm-Klasse.“ Prof. Peter Tamm gilt als Maßstab in Sammlerkreisen: Er besitzt die größte maritime Privatsammlung der Welt; sie wird bald im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg zu sehen sein. Einige der Stücke passen besonders gut in die Sammlung des Marinemuseums, so Huck: „Nun haben wir endlich eine Bismarck. Immer wieder fragen Besucher nach dem Schiff.“ Schon bald werde eines der von Peter Vries gebauten Modelle wohl den Eingangsbereich des Museums zieren.

Peter Vries hat seine „Werft“ am Rhein übrigens keineswegs schon stillgelegt. Vielmehr baut er noch zwei weitere Schiffe, war zu hören: Den Kleinen Kreuzer „Nürnberg“ und das Schlachtschiff „Scharnhorst“.

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