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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Plattdüütsch Week: „Leuchte des Nordens“ nimmt Schienfatt nach Hause

08.10.2018

Middoge Nach dem Muster der Quizshow des N3 „Leuchte des Nordens“ kämpften sieben Kandidaten aus dem Landkreis Friesland um „Dat Schienfatt van Freesland“. Der Quizabend im Dorftreff „Alte Pastorei“ Middoge gehörte zum Programm „Freesland snackt Platt“. Veranstalter war der Heimatbund für niederdeutsche Kultur Oldenburg. Als Gewinn gab es keinen Leuchtturm, wie in der Fernsehsendung, sondern ein Schienfatt als maritim dekorierte Laterne.

Peter Wegener (Bockhorn), Christoffer Groninger (Jever), Wanda Weerda (Sande), Maike Baumann (Schortens), Günther Brüntje (Varel), Günter Ihnken (Wangerland) und Inge Lüers (Zetel) waren als Kandidaten dazu ausgesucht worden. In ihren Kurzvorstellungen, die die Vielfalt der plattdeutschen Sprache widerspiegelten, berichteten sie über ihre Aktionen zur Förderung der plattdeutschen Sprache. Maike Baumann überraschte in ihrer vorzüglichen Aussprache des Ostfriesen-Platt, und bei den Südfriesländern bemerkte man den Einschlag des Oldenburger Platts.

„Komm’ nich ohn dat Schienfatt na Huus“, berichtete Günther Brüntje vom Auftrag seiner Frau, aver dat hett Günter Ihnken kregen. Die Kandidaten lagen in der Wertung dicht beieinander. Wer von ihnen in der Schulzeit im Fach Heimatkunde aufgepasst hatte, dem fiel die Beantwortung der Fragen leicht.

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Den Ursprung des Namens Wangerland aus dem Gau Wanga (Wiesen), oder das Gründungsdatum der Gemeinde Zetel (1972) im Rahmen der Gemeinde- und Verwaltungsreform gehörten zu den heimatkundlichen Fragen. Auch die namentliche Aufzählung von Beer als Fest musste mit Flegelbeer, Püttbeer und Güstkinnelbeer beantwortet werden.

Dem Spieker, 1947 gegründeter Heimatbund im Oldenburger Land, sind 75 Heimat- und Ortsbürgervereine, 70 Speelkoppels, 80 Danzkoppels und 22 Fördermitglieder angeschlossen. Vorsitzende, Spiekerbaas Rita Kroop (Bad Zwischenahn), tat sich mit der Moderation, ihr Helferteam mit der Technik schwer.

Gitta und Udo Franken, mit Ute de Haan, die Liedermacher „Dreeblad“ aus dem ostfriesischen Südbrookmerland im Kreis Aurich, waren eine Bereicherung des Abends. Ganz ohne Pathos unterhielt das Gesangstrio mit einer ausgewogenen Instrumentalbegleitung und einer inhalts- und ausdrucksstarken Textgestaltung.

Ihr Auftritt bewegte Herz und Gemüt, oftmals auch kräftig die Lachmuskeln und gab einen wesentlichen Impuls für die plattdeutsche Sprache.

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