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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Mit Amtskette zum Püttmeister

11.01.2012

WANGERLAND Nicht nur in Jever ist das Püttbier ein alter Brauch, auch im Wangerland wird an zahlreichen geschmückten und beleuchteten Pütten traditionell am Montag nach Dreikönig gefeiert.

So trafen sich die Püttgemeinschaften in der Nacht zu Dienstag bei deftigem Essen, Bier und Hochprozentigem, um zu später Stunde Zylinder und Amtskette an den neuen Püttmeister zu übergeben.

An der „Hafenpütt“ in Hooksiel feierten die Altkameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel mit selbst gemachten Salaten und Matjesbrötchen. Zur musikalischen Unterhaltung hatten sie Mitglieder der „Blersumer Treck­sackspöler“ ins Feuerwehrhaus eingeladen.

Die Pütt der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel ist erst wenige Jahre alt. Sie wurde 2006 auf Initiative des Kameraden Franz Cordsen vor dem Feuerwehrhaus gebaut. „So haben wir auch dann noch Wasser, wenn wir von allen anderen Versorgungskanälen abgeschnitten werden“, sagt Rumormeister Gerhard Keemann.

Die Mitglieder der „Hafenpütt“-Gemeinschaft wählten zunächst die Erbauer der Pütt zum Püttmeister. Inzwischen wird der jeweils Älteste aus der Runde zum neuen Püttmeister gewählt. In diesem Jahr ernannte Gerhard Keemann den 1935 geborenen Adolf-Georg Ulfers zum neuen Püttmeister.

Zwei sehr alte Pütten sind hingegen die Brunnen in Tettens und Minsen: Die Minsener Kirchpütt ist der Püttgemeinschaft zufolge auf das Jahr 1829 datiert und wurde bis 1936 auch noch zur Trinkwasserversorgung genutzt. Die Püttgemeinschaft wurde 1990 neu gegründet, nachdem sie einige Jahrzehnte in Vergessenheit geraten war. Alt-Püttmeisterin Mia Müller übergab die Amtskette und den Zylinder nach einem deftigen Essen in der „Alten Schmiede“ an den neuen Püttmeister Friedrich Wilhelm Müller.

Die Pütt in Tettens ist der Püttgemeinschaft zufolge von 1826. Dort übergab Alt-Püttmeister Torsten Elsner sein Amt an den neuen Püttmeister Günther Heidemann. „Es war ein super Jahr als Püttmeister und als letzte Amtshandlung habe ich die Pütt mit Hilfe der Gemeinschaft geschmückt“, sagte Elsner, der im „Hof von Wangerland“ mit seiner Püttgemeinschaft feierte.

Die Tettenser Pütt stand übrigens nicht immer neben dem „Hof von Wangerland“. Früher stand sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor der Gaststätte „Deutsches Haus“. Anfang der 1960er Jahre musste die Pütt versetzt werden, da die Hauptstraße verbreitert wurde und darum heute über der alten Pütt verläuft. Die neue Pütt trägt aber noch den Originalaufsatz der alten Pütt.

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