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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Zugvogeltage In Varel: Hunderte Besucher ganz nah an gefiederter Imposanz

13.10.2015

Varel Viele Vogelarten entfliehen jedes Jahr der kalten Jahreszeit und reisen in den warmen Süden. Dieser problemlose Reiseverkehr, ohne Pass- und Grenzkontrollen, hat jetzt seinen Höhepunkt. Auf der bei den Tieren beliebten Route „Ostatlantischer Zugweg“ liegt das Niedersächsische Wattenmeer.

Dort machen die Vögel besonders gerne Rast, sie können sich ausruhen und finden ein reichhaltiges Büfett mit Nahrung. Das ist eigentlich schon immer so. Seit einigen Jahren wollen aber immer mehr Menschen sich dieses Naturschauspiel ansehen. Deshalb veranstaltet die Nationalparkverwaltung zum siebten Mal die Zugvogeltage.

Erfolgreicher Auftakt – Gottesdienst am Freitag

Als „vollen Erfolg“ bezeichneten die Organisatoren den Auftakt der Zugvogeltage in Dangast. Über 90 Zuschauer verfolgten am Sonnabendabend im Saal des Nationalpark-Hauses den Dokumentarfilm „Ein Vogeljahr im Weltnaturerbe Wattenmeer“ des Vareler Filmemachers Dieter Harms (die NWZ  berichtete). Live begleitet wurde der Film von der Musik der Folkgruppe „DreyBartLang“, die im Anschluss ein umjubeltes Konzert gab. In seinem Vorwort machte Nationalpark-Haus-Leiter Lars Klein auf die einzigartige Konzeption der Zugvogeltage aufmerksam.

Am Freitag, 16. Oktober, findet im Weltnaturerbeportal Dangast, Edo-Wiemken-Straße 61, um 18 Uhr ein Gottesdienst „aus der Vogelperspektive“ mit dem Bischof der Ev.-luth. Kirche Jan Janssen statt. Beginn ist um 18 Uhr. Das Motto lautet: „O hätte ich Flügel!“ (Psalm 55,7).

Am Vareler Außentief bei der Schleuse wurde wieder direkt an der Wattkante ein Beobachtungsturm errichtet. Seit Sonnabend nutzten schon über 600 Besuchern die ideale Aussicht auf das Geschehen im Wattenmeer.

Vor Ort geben Susanne Koschel, Marcus Säfken, Gundolf Reichert und André Kramer von der Nationalparkverwaltung fachkundige Auskunft über den Vogelzug. Sie haben Fernrohre aufgebaut. So können die Vogelinteressierten ganz nah bei den Tieren sein. Diese Spektive haben eine 60-fache Vergrößerung.

Am Montag rastete beispielsweise eine große Gruppe Säbelschnäbler direkt vor den Besuchern. Ab und zu erhob sich der Schwarm, um die Futterstelle zu wechseln. Durch das weiße Gefieder zeigten sich imposante Flugbewegungen im strahlenden Sonnenlicht. Auch einzelne Seeadler ließen sich ab und zu kurz blicken.

Rund 50 Vogelarten gibt es zu entdecken, wobei die meisten nur auf der Durchreise sind. Extra zu den Zugvogeltagen sind Barbara und Albin Hahn aus Zürich angereist. Schon seit ihrer Kindheit beobachten und bestimmen sie Vögel „Das fing mit den Sonntagsspaziergängen mit den Eltern an“, erzählten die Schweizer. Das Auf und Ab der Schwärme sei beeindruckend: „Aber einzelne Tiere durch das Fernrohr zu beobachten, ist auch interessant.“

Mit dem auflaufenden Wasser kommen die Tiere immer mehr in Ufernähe. „Besucher kommen am besten zwei Stunden vor dem Hochwasser“, raten die Vogelkundler. Noch bis zum kommenden Sonntag bleibt die Besuchsplattform aufgebaut. Täglich sind von 10 bis 18 Uhr auskunftsfreudige Fachleute vor Ort. Interessierte sollten jedoch etwas Zeit mitbringen. Denn die Vögel reisen nicht nach Fahrplan.

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