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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Ostern: Mit „Tyrkir“ auf große Fahrt

12.04.2017

Hooksiel Die „Tyrkir“ hat die Winterpause beendet: Seit Montag liegt sie wieder im Hooksieler Innenhafen. „Wir takeln sie auf und rüsten sie aus“, sagte Eigner Andreas de Roover. Den Winter hat das Wikingerschiff in Mariensiel verbracht. Am Karfreitag startet das eindrucksvolle Schiff in die Saison und bietet dann wieder regelmäßig Fahrten durchs Hooksmeer an.

Andreas de Roover und seine Frau Michaela Hußmann aus Jever haben das sieben Tonnen schwere Schiff, das mit einem 45 Quadratmeter großen Segel gefahren werden kann, im Frühjahr 2016 gekauft, über die Sommerferien wieder flott gemacht und von Wilhelmshaven nach Hooksiel geholt.

Das Angebot der Hooksmeer-Rundfahrten war bereits im vergangenen Jahr ein Erfolg. „Das Interesse ist groß“, freut sich de Roover. Und deshalb soll das Angebot in diesem Jahr ausgebaut werden.

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Auf den Törns von Hooksiel Innenhafen zur Schleuse und zurück schnuppern die Gäste Wikingerluft: Sie erfahren eine Menge über das Vorbild der „Tyrkir“, eines der originalen Wikingerschiffe, die im Wikingerschiff-Museum in Roskilde/Dänemark zu bewundern sind. Die beiden Kapitäne de Roover und Hußmann erklärten, wie die Schiffe im Transport für Ware und Kriegseinsatz eingesetzt wurden, wie sich das Leben an Bord gestaltete. Und sie erklären, wie das Segeln mit dem zünftig rotweißen Tuchquadrat funktioniert und wie die Wikinger navigiert haben.

„Wir hatten schon mehrere Jugendgruppen an Bord – und dabei war festzustellen, dass die Leute fasziniert sind von der Handarbeit, die zu leisten ist“, berichtet de Roover. Und deshalb will er in diesem Jahr Kurse im traditionellen Segeln anbieten. Das Programm soll demnächst erscheinen.

Andreas de Roover hat sich intensiv mit der Geschichte der seefahrenden Nordmänner befasst, die vor 1000 Jahren an den Küsten Europas und bis nach Nordamerika hin Angst und Schrecken verbreiteten, oder auch einfach nur Handel trieben.

Unterstützung erhält er bei der Vermittlung der Wikinger-Geschichte auch vom Verein Mittelaltermarkt Venne: Die Gruppe hat sich aufs Leben der Wikinger spezialisiert. Und die Venner Wikinger haben den Winter genutzt, um Ausrüstung für die „Tyrkir“ zu bauen: Willi Krämer, Udo Riemeier, Hans-Peter Wevelhoff und viele weitere haben Transport- und Kleiderkisten geschreinert, Schnitzarbeiten angefertigt – unter anderem geschnitzte Bootsbeschriftung für den Bug.

Und da in Hooksiel das Wikingerschiff „Tyrkir“ seinen Heimathafen hat, haben die Venner Wikinger nun auch einen Fuß in Hooksiel. Fest steht, dass in diesem Sommer dort das erste Mittelalterfest steigen soll: Am 15. und 16. Juli erwacht die Wikingerzeit im Hafen wieder zum Leben.

Fahrplan und Infos zum Wikingerschiff „Tyrkir“

Die Tyrkir bietet ab Karfreitag Fahrten durchs Hooksmeer an: Abfahrt Alter Hafen Hooksiel: 11.15; 12.45; 14.15 und 15.45 Uhr; Abfahrt Skiterrassen: 12; 13.30; 15 und 16.30 Uhr.

Eine Rundreise kostet 8 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder und für Familien (2 Erwachsene, 2 Kinder) 20 Euro.

Das 14,5 Meter lange und 3,60 breite Schiff hat einen Tiefgang von 70 Zentimetern. Es fasst bis zu 30 Personen und hat einen Dieselmotor.

Gebaut wurde die „Tyrkir“ 2001 auf der Habers-Werft in Wilhelmshaven: Auftraggeber war die Stadt. Mit Geld aus dem damaligen „Sofortprogramm der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit“ bauten acht Jugendliche zweieinhalb Jahre lang an dem Schiff aus Eichenholz. Es war eine Qualifizierungsmaßnahme zum Einstieg in den Beruf des Bootsbauers.

Nach der Fertigstellung kümmerte sich der Förderverein „Wilhelmshavener Wikingerschiff“ um das Boot. Mitglieder segelten mit der „Tyrkir“ sogar nach Helgoland und stellten damit die Hochseetüchtigkeit des Schiffs unter Beweis. Langsam ist es nicht, stellten sie fest: Das Wikingerschiff erreicht unter Segel eine Geschwindigkeit von neun Knoten.

Als der Förderverein sich auflöste, lag das Schiff in Wilhelmshaven mehrere Jahre an Land, bis die neuen Eigner die Tyrkir 2016 kauften sanierten und flott machten.


Mehr Infos unter   www.tyrkir.de 
Melanie Hanz Redakteurin / Gesamtleitung Friesland
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