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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Musikalisches Denkmal gesetzt

04.11.2015

Jeverland Im Jeverland wird am Montag, 9. November, mit Kranzniederlegungen und Feierstunden der Opfer des Novemberpogroms von 1938 gedacht. So lädt die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Oldenburg/Jever zum 77. Jahrestag des Pogroms gegen die jüdischen Bürger Jevers zum Gedenken um 17 Uhr an der Tafel für die zerstörte Synagoge an der Großen Wasserpfortstraße 19 ein.

Bürgermeister Jan Edo Albers und die Pfarrer der evangelischen und der katholischen Gemeinden legen gemeinsam einen Kranz nieder. Schüler und Lehrer der Cäcilienschule Wilhelmshaven haben dazu eine Aktion vorbereitet.

Gedenkfeiern

Zum 77. Jahrestag des Pogroms vom 9. auf den 10. November 1938 findet am Montag, 9. November, um 17 Uhr am Gröschler-Haus Jever, Große Wasserpfortstraße 19, eine Gedenkfeier statt.

Die SPD Schortens gedenkt der Opfer der Pogrome am 9. November um 15 Uhr auf dem jüdischen Friedhof Menkestraße.

Der Heimatverein Gödens-Sande lädt zur Gedenkveranstaltung am 9. November um 19 Uhr in die ehemalige Synagoge, Kirchstraße 47 in Neustadtgödens, ein.

Um 17.30 Uhr beginnt dann im Gröschler-Haus am Standort der einstigen Synagoge eine etwa 40-minütige Veranstaltung, in der der Arbeitskreis Berichte der verfolgten jüdischen Bürger, Tonaufnahmen und Bilddokumente aus dem Archiv von Hartmut Peters vorstellt.

Zu hören sind unter anderem Lieselott Spitzer (geborene Weinstein, geb. 1907 in Jever, gest. 1999 England), die 1938 ins Gefängnis verschleppt wurde, und Frank Gale (Fritz Gröschler, geb. 1926 in Jever, gest. 1997 in England), den seine Eltern nach den Ausschreitungen durch einen Kindertransport nach England retten konnten.

Zudem werden Mitglieder des Arbeitskreises Ausschnitte aus dem Überlebensbericht von Änne Gröschler (geb. 1888 in Osnabrück, gest. 1982 in Groningen) vortragen und geben einen Überblick über die Nacht, als die Synagoge angezündet wurde.

Die Veranstaltung endet mit der Uraufführung des Songs „Denkmal – Männer vom Meer“, den die jeversche Metal-Band Hellhead zum Gedächtnis der jeverschen Juden eingespielt hat.

Der Heimatverein Gödens-Sande lädt zur Gedenkveranstaltung am Montag, 9. November, in die ehemalige Synagoge, Kirchstraße 47 in Neustadtgödens, ein. Die Gedenkstunde in dem Gebäude, das im Frühjahr als „Erinnerungsort in Friesland“ teilweise wieder zugänglich gemacht wurde, beginnt um 19 Uhr. Michael Clemens vom Heimatverein wird in einer Ansprache an das Geschehen in Neustadtgödens erinnern.

In Schortens lädt die SPD am 9. November um 15 Uhr zur Gedenkfeier auf den jüdischen Friedhof an der Menkestraße ein. Die Pogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, als überall in Deutschland die Synagogen angesteckt wurden, markieren den Übergang von der Diskriminierung zur systematischen Verfolgung und Vernichtung von mehr als fünf Millionen Juden.