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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Narrenkappe wichtigstes Utensil

01.02.2012

WIARDEN Sie sind 105 Freunde – ein Leben lang: Die Karnevalsfreunde Wiarden feiern am Sonnabend, 4. Februar, 50-jähriges Bestehen.

„Eigentlich sind 50 Jahre ja gar kein Karnevals-Jubiläum, wir müssten eher 55 oder 66 Jahre Karnevalsfreunde feiern“, sagt Vizepräsident Heinz Arians. Das sei ihnen aber erst jetzt, wo der Jubiläumsball steht, bewusst geworden. „So können wir in fünf Jahren noch mal feiern“, meint er augenzwinkernd.

Am 9. Februar 1962 hatten 17 Wiarder Freunde die Karnevalsfreunde gegründet – zwei Gründungsmitglieder, Tjark Dütz und Otto Markwardt – sind noch dabei. Schon vorher gab es in Wiarden Karnevalsfeiern: Kostümbälle, das traditionelle Besenwerfen – „aber von da an ging es richtig los“, weiß Arians: Schon in der ersten Karnevalssession – 1962 fiel Fastnacht in die zweite Märzwoche – wurde ein Prinzenpaar gekürt und es kamen immer mehr Freunde dazu.

Organisiert wurde der Karneval von zunächst fünf „Machern“ (Gerd Meyer, Fritz Lübsen, Karl Eilers, Heinz Friedrichs und Edmund Steffens, Präsident der ersten Stunde), später von acht. Aus den „Machern“ entwickelte sich der Elferrat.

Wie bei der Gründung ist der Karneval in Wiarden „Männersache“: Mitglied bei den Freunden werden die Männer, indem sie eine Flasche Schluck spenden, zehn Euro in die Vereinskasse einzahlen und sich außerdem eine Narrenkappe anschaffen. „Ihre Frauen sind dann automatisch auch Mitglied“, erklärt Arians. Dennoch gibt es unter den 105 Freunden auch drei Freundinnen. „Keine Ahnung, wie das kommt“, meint der Vizepräsident und lacht.

Erst seit 1971 dürfen die Frauen bei der Proklamation am 11.11. mitfeiern. „Bis dahin wurde ein Mann Prinz – und seine Frau dann eben Prinzessin.“ Doch dann wurde beschlossen, dass das Prinzenpaar zusammen gewürdigt werden soll. „Drei haben damals gesagt, sie kommen nicht mehr, wenn die Frauen mitfeiern dürfen – und einer ist bis heute eisern geblieben“, erzählt Arians.

Prinzen gab es bei den Karnevalsfreunden jedes Jahr – auf Prinzessinnen mussten die närrischen Wiarder in den Jahren 1998/99 und 2000/01 verzichten. Und einmal fiel der Karneval auch ganz aus: Zur Zeit des ersten Golfkriegs 1990/91 folgten die Narren in ganz Deutschland der Auffassung der Politik, in Kriegszeiten solle nicht gefeiert werden. „Aber das war das einzige Mal“, weiß Arians.

Ebenfalls einmal haben die Karnevalsfreunde auch für Stromausfall im gesamten Dorf gesorgt: „Beim Besenwerfen hatte einer den Besen in die Hochleitung geworfen – daraufhin hatte keiner mehr Strom“, erzählt Arians lachend. Und einmal hatte sich ein Karnevalsfreund zum Prinzenfrühstück Pudding gewünscht. „Wir hatten dann zehn Liter Pudding mit sieben Litern Weinbrand drin. . .“

Zwei Präsidenten hatten die Karnevalsfreunde bisher: Gründungsmitglied Edmund Steffens, legendär als Dorfchronist in der Bütt, und Dieter Könitz.

Noch immer kommen neue Freunde dazu: 2010 trat einer bei, 2011 vier. „Früher war es selbstverständlich, dass Wiarder Jungen mit 18 Jahren den Karnevalsfreunden beitraten“, erzählt Arians. Doch heute kämpfe man mit Nachwuchsproblemen: „Wir haben seit Jahren keine Fastnachtsjungs mehr. Und unser jüngster Karnevalsfreund ist inzwischen Mitte 30.“

Dennoch sind die Karnevalsfreunde sicher, dass sie noch viele Jahre lang gemeinsam feiern werden.

Ihr 50-jähriges Bestehen begehen sie am Sonnabend im „Deichgrafen“ in Förrien mit einem Jubiläumsball „festlich mit Kappe“. Der Abend beginnt um 19 Uhr mit einem Schnitzel- und Grünkohlessen, der offizielle Teil mit Büttenreden und Ehrungen beginnt um 20.11 Uhr, anschließend gibt es Tanz.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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