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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Püttbier: Neue Püttmeister ins Amt eingeführt

13.01.2016

Jever Jevers Fürstin Fräulein Maria hatte schon im 16. Jahrhundert mit Erhebung des Fleckens 1536 zur Stadt auch Gesetze über die Pütten erlassen. Im von ihr erlassenen Landrecht heißt es zu den „Pütten“: „Een jeder schall sine Pütte decken mit Planken, off mit een Rad von 10 Stecken, deit he dat nicht, schall he allen Schaden, de dor aff kummt betahlen. Well de andern sien Pütt tho grafft, gifft 12 Schilling, 3 Gulden un hett de Pütt wedder tho reinigen.“

Im Schutz der Stadtmauern Jevers gab es 16 und in der Vorstadt acht ,publique‘ Brunnen. Zu jeder Pütt gehörte ein abgegrenzter Stadtbezirk, eine „Acht“ von 15 bis 20 Häusern, die bis heute als Püttachten bestehen. Mit dem Reglement des jeverschen Magistrats als Brunnenverordnung von 1756 konnten auch bis dahin bestehende Streitigkeiten ausgeschlossen werden.

Durchschnittlich 22 Püttinteressenten, wie die Mitglieder der St. Annen-Pütt genannt werden, nehmen jährlich am Püttbier teil, berichtet Dieter Jürgens. Er ist seit 1992 Protokollführer und Kassenwart und führt zusammen mit Helmut (Theo) Bath die Chronik der Pütt, die erstmals 1743 erwähnt, zu den ältesten Brunnen der Stadt gehört. Einst durften nur die Hauseigentümer der St. Annen-Straße an der „Nacht der Nächte“ teilnehmen, doch mittlerweile feiern auch Mieter mit. Als Nachfolger von Henric Dirks erhielt Erich Hinrichs die Amtskette.

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Bevor die 15-köpfige Männerrunde der Ristpütt aus Rahrdum sich zum Feiern im Kaffeehaus traf, versammelte sie sich zum Inspizieren der Pütt bei Brunnenbesitzer Rolf Ortgies. Die Püttgemeinschaft von 1993 gehört zu den jüngeren in der Stadt, historisch ist der handgesetzte, sechs Meter tiefe Brunnen, der zufällig beim Anlegen einer Gartenterrasse entdeckt wurde. Er versorgte vor mehr als 100 Jahren den einstigen Bauernhof mit Wasser. Die Amtsnachfolge von Püttmeister Detlef Ommen trat Jürgen Lehmann an. Zuständig als Eismeister, der beim offenen Brunnen für Sauberkeit und Eisfreiheit sorgt, ist Thomas Radowski.

Bunt geschmückt und beleuchtet wies die Buskohlpütt an der Südseite des Schützenhofs auf das große Ereignis hin. Ihren Namen hat die Pütt vom einstigen Gasthaus „Buskohl“ das dem Schützenhof weichen musste. Die Pütt-Mitglieder dankten Eckhart Wibel für seine Amtsführung und ernannten Thomas Gromeyer zum neuen Püttmeister. Hans-Hermann Störmer und Günther Sievers sind weiterhin zuständig für die Tradition und Pflege des Originals und der fast hundertjährigen Miniaturpütt.

Anfang der 1950er Jahre wurde in Rahrdum die erste Siedlung im Rahmen des Baracken-Räumprogramms errichtet und als Schlesierweg benannt, weil fast ausschließlich Vertriebene aus ihrer Heimat Schlesien einzogen. Die Nachbesitzer gründeten 2008 die Schlesierpütt, die bei den Brunnenbesitzern Anne und Gerd Wilken feierten. Gute Nachbarschaft ist der Straßengemeinschaft wichtig – nicht nur zum Püttbier. Püttmeister Hanna Heuvel-Janssen übergab die Amtskette an Helmut Stratmann. Gesungen wurde viel an diesem Abend und dafür sorgten Herta Reck am Akkordeon und Heinz Werdermann mit seiner Teufelsgeige.

Eine intakte Straßengemeinschaft bilden die Mitglieder der Müntzpütt an der Kantstraße. Vor 42 Jahren wurde die Pütt im damals neuen Baugebiet gegründet. Dieter Kunst übernahm von Dietert Harms Zylinder und Amtskette. In seiner Antrittsrede zeigte Dieter Kunst ein Foto von damals, als das Gebiet noch Kleingartengelände und Viehweide war.

Als Nachfolger von Uwe Knöpnadel residiert nun bis Anfang 2017 Maick Schulz als Püttmeister „An der Leide“. Die Pütt wurde 1978, sechs Jahre nach der Eingemeindung der Altgemeinde Cleverns-Sandel nach Jever, gegründet.

Am historischen Brunnen von 1886 erfolgte die Amtseinführung vom Püttmeister Enno Beenken. 2002 gründete sich die Püttgemeinschaft „Hof-Pütt“, die sich zum Essen im Kaffeehaus traf und danach bei Enno Beenken die Amtsübernahme feierte.

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