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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Neue Räder, neues Buch

21.04.2011

Manch Besucher in Dangast wird sie vielleicht schon vermisst haben – die Jade. Im vergangenen Winter ist das Kunstwerk von Anatol Herzfeld zum dritten Mal bei Eisgang beschädigt worden. Das war vor fünf und zehn Jahren ebenso, weiß Rudolf Behrens aus Rallenbüschen, der sich im Auftrag von Eigentümer Karl-August Tapken immer wieder um die Reparatur kümmert. Eine Fußprotethik aus Edelstahl wurde der Jade in einem Bockhorner Maschinenbauunternehmen verpasst. Nun befindet sich das Kunstwerk in Behrens’ Garten. Dort wird der Fuß mit Kohlefaserverbundstoff neu modelliert. Spätestens Ostern steht die Jade wieder im Watt in Dangast – wie seit den 70er Jahren.

Der Mellumrat, der seinen Sitz im Nationalpark-Haus in Dangast hat, kümmert sich nicht nur um die Insel Mellum. Auch auf Wangerooge betreuen die ehrenamtlichen Mitarbeiter zwei Naturschutzstationen – eine am Westende und eine am Ostende. Die Wege sind weit und müssen entweder zu Fuß und mit dem Fahrrad erledigt werden. Deshalb freuen sich Geschäftsführer Matthias Heck-roth und der stellvertretende Vorsitzende Dr. Thomas Clemens über die Spende der Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham. Für die Genossenschaftsbank überreichten Lars Kühne und Timo Sauter drei neue Fahrräder an den Mellumrat. „Das ist eine gute Idee“, meinte Heckroth, „unsere Fahrräder sind aufgrund der salzigen Luft verrostet“. Nach Aussagen von Heckroth und Clemens sind die Stationen auf Wangerooge unerlässlich für den Naturschutz. Eine Aufgabe ist es, im Frühjahr die Brutvögel zahlenmäßig zu erfassen. Der Mellumrat, den es seit 1925 gibt, ist seit 1935 auf Wangerooge aktiv. Ebenso werden Vögel während des Vogelzuges, die im Nationalpark Wattenmeer rasten, erfasst. Die Naturschutzwarte übernehmen auch eine Aufsichtsfunktion, indem sie Schilder aufstellen, Verbotszonen kontrollieren, Urlauber informieren und Führungen anbieten.

Amina ist mit ihrem Hausfrauendasein nicht mehr zufrieden und möchte wieder arbeiten. Da sie ihre demenzkranke Mutter umsorgt und ihr Kinder noch zu Hause sind, kann sie sich nicht so recht vorstellen, wie das funktionieren soll. Durch eine glückliche Fügung gelingt ihr ein Neustart. Darum geht es in dem ersten Roman von Anita Jurow-Janßen aus Dangast, der im Isensee-Verlag nun erschienen ist und für 9,90 Euro im Vareler Buchhandel sowie im Lebensmittelgeschäft Pieper in Dangast erhältlich ist. Er trägt den Titel: „Wie das Leben so spielt“. Gedichte hat die 58 Jahre alte gebürtige Varelerin schon früher geschrieben. Anfang dieses Jahres veröffentlichte sie ihren ersten Gedichtband unter dem Titel „Ich schenke Dir ein Gedicht“ (NWZ  berichtete), der ebenfalls im Vareler Buchhandel und bei Pieper erhältlich ist. Zum intensiven Schreiben war Anita Jurow-Janßen vor Jahren im Zuge einer Lebenskrise gekommen. Neben ihrer Arbeit als Justizangestellte beim Amtsgericht Varel nahm sie ein zweijähriges Schreibstudium als Fernstudium an einer Hamburger Akademie auf. „Das Schreiben wollte ich für mich tun, aus therapeutischen Gründen“, erklärt Jurow-Janßen. „Es hat mir geholfen und so viel Spaß gemacht, dass ich es weiter verfolgt habe.“ Ihr erstes Buch veröffentlichte sie bereit 2007 unter einem Pseudonym, weil es starke autobiografische Züge und ihre Lebenskrise thematisiert.