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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Wo Wald zum Kunstraum wird

30.09.2019

Neuenburg Einst war die Natur für Künstler etwas, das sie studierten, das sie malten und auf Leinwand bannten. Doch längst haben Künstler die Natur selbst als Kunstraum entdeckt – so auch das Neuenburger Holz. Dort wurde jetzt eine ganz besondere Ausstellung mit dem Titel „Through a Forest Wilderness“ eröffnet. Sie findet zeitgleich bis zum 27. Oktober in der Kunsthalle Wilhelmshaven und im Neuenburger Forst statt. Die internationale experimentelle Ausstellung nimmt erstmals den „existenziellen Dialog zwischen Kunst und Wald“ in den Blick, wie die Kuratorin der Wilhelmshavener Kunsthalle, Petra Stegmann, erklärt.

Zu erleben sind viele namhafte Künstler mit Kunstformen wie „Happening“, „Fluxus“, „konkreter Poesie“, Konzeptkunst und „Minimal Art“. So hat beispielsweise der Schwede Bengt af Klintberg seine frühere Waldtaucher-Installation nach Wilhelmshaven mitgebracht und zeigt im Neuenburger Forst Fotografien davon. Insgesamt sind 70 Arbeiten, mal leichter und mal versteckter, im Wald zu finden. Wer also einen Waldspaziergang macht, kann in der Natur Kunst entdecken.

Zur Ausstellungseröffnung trafen sich Silke Vogelbusch, Erste Kreisrätin im Landkreis Friesland, Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann, Michael Diers von der Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH, die Kuratorin der Kunsthalle Petra Stegmann und Christoph Goritz vom Verein der Kunstfreunde für Wilhelmshaven mit Interessierten im Wald. Auch Gert Müller, Vorsitzender der Freunde des Neuenburger Holzes, war gekommen, um sich die Kunst anzusehen.

Bei der Eröffnung der Ausstellung fanden sich die Gäste an einem Wunschbaum nach dem Vorbild der Künstlerin Yoko Ono wieder. Die japanisch-amerikanische Performance-Künstlerin stellt dieses Symbol für den Weltfrieden und die Völkerverständigung auf, seit ihr Mann John Lennon gestorben ist.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung sind Aktionen und kurzlebige Installationen. Jeder kann auf eigene Faust die Installationen im Wald suchen, doch es gibt auch geführte Touren, bei denen jeweils Performancekünstler dabei sein werden. Am Sonntag, 13. Oktober, beginnt eine Führung mit Performance gegen 14.40 Uhr auf dem Parkplatz beim Urwaldhof. Dann wird dort der Bus der geführten Tour aus Wilhelmshaven eintreffen und alle Kunstinteressierten aus Neuenburg und umzu können sich der Führung für 5,50 Euro anschließen. An dem Tag ist die Performance „Implant – die Pflanze in mir“ des Berliner Künstlers Reiner Maria Matysik zu sehen.

Ebenfalls um 14.40 Uhr startet eine geführte Tour am Sonntag, 27. Oktober, auf dem Urwaldparkplatz in Neuenburg. Dieses Mal wird Cobi van Tonder die Performance „Music for Trees“ zeigen. Die in Südafrika geborene Künstlerin ist Komponistin, Produzentin und Musikerin von interaktiver elektronischer Musik und anderen digitalen Medien. Cobi van Tonder wurde mit dem „Unesco Digital Art“-Preis ausgezeichnet.

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