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NWZonline.de Region Friesland Kultur

475 Jahre Neustadtgödens: Glückwunsch mit Pingeln und Tuten

01.07.2019

Neustadtgödens Samstag, 13 Uhr, Temperaturen um 30 Grad: Da zeigte sich gelebte Dorfgemeinschaft, denn keiner wollte beim Fest-Umzug fehlen – auch wenn er schweißtreibend war. Der lange bunte Zug zum 475-jährigen Bestehen wurde angeführt von der Dorfgemeinschaft mit ihrer Sprecherin Merle Mänz, für den richtigen Marschrhythmus sorgte der Spielmannszug Marx. Der Festzug bot ein prächtiges buntes Bild mit den 16 Ausrufern und den Mitgliedern der Neustadtgödenser Vereine, die in ihren farbenfrohen Trikots gut zuzuordnen waren.

Die lautstärkste Gratulation für den Flecken lieferten natürlich die Ausrufer: Alle 16 ließen die Glocken pingeln und die Hörner tröten. Und dann lieferten sie sich Redeschlachten bei ihrer Meisterschaft.

18 Mannschaften starteten zum Volkslauf quer durch das Dorf. Bei der sehr gut besuchten Fete im und um das Festzelt am Abend wurde das Team Kai Tholen als Sieger verkündet.

Gut besucht war auch der Gottesdienst am Sonntagmorgen im Festzelt mit Pastorin Kerstin Tiemann und dem Posaunenchor. Und ab 11 Uhr begann der Zulauf auf der historischen Meile entlang der Kirchstraße: Auf Stellflächen wurde dort die Dorfentwicklung und ihre Geschichte auf 475 Metern Länge erlebbar. Stände mit „Kunst und Krempel“ luden zum Kaufen ein. Im und um das Pastorenhaus wurde gesponnen.

Bei Hartmut Müller-Mangels und Bärbel Abele vom BUND konnte man in Ziegelrohlinge Löcher für ein Insektenhotel bohren. Die Ziegel werden nun noch gebrannt, ehe sie an die Besitzer ausgeliefert werden. Im richtigen Blickwinkel positionierte sich der Monumentendienst und informierte über fachgerechte Bausanierung. Die Deutsche und internationale Ausrufermeisterschaft und der Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr beendeten am Sonntag die Feierlichkeiten zum 475-jährigen Bestehen.

Noch bis Ende Oktober ist die Sonderausstellung „Leinen los“ im Landrichterhaus zu besichtigen, die eindrucksvoll an die wechselvolle Geschichte des Fleckens Neustadt Gödens, seinen ehemaligen Hafen, die Leinenweberei und die religiöse Vielfalt erinnert, die dem Flecken zu seinem früheren Reichtum verhalfen. Daran erinnern nun noch die schmucken Häuser.

Die Pferdeschwemme als Festplatz neben der Kirchstraße stand im Mittelpunkt des Riesenfests: Die Gründung des Ortes vor 475 Jahren wurde vier Tage ganz groß gefeiert. Verheißungsvoll schon der Auftakt am Donnerstagabend mit der Eröffnung der Sonderausstellung „Leinen los“ im Landrichterhaus. Am Freitagabend hieß es: Neustadtgödens bittet zu Tisch – und dazu war das Festzelt für das rustikale Menü aus Salatplatte, Pulled Pork/Heringe und Matjes und Roter Grütze als Nachtisch schnell ausverkauft.

Mit dem Marionettenspiel „Der Wassergeist von Gödens“ von Herma Graaf und Sabine Albers, die ihre Bühne von Sandel in das Festzelt verlegt hatten, gab es auch für die Kindergarten- und Grundschulkinder einen Beitrag zur 475-jährigen Ortsgeschichte: Franz Iko von Frydag zu Gödens lebte mit seiner Frau Margarete Elisabeth im Schloss Gödens. Sie hinterließen das Gespenst Frimm, das heute noch im Schloss und in Neustadtgödens herumgeistert und dem Wasserkönig Ulmo die Muscheltasche mit den Zaubermuscheln gestohlen hat. Es will damit im Ort allerlei Unfug treiben. Gut, dass Ulmo den Jungen Kai trifft. Dieser zeigt viel Mut und hilft dem Wasserkönig in seiner Not. Die Marionetten und das Bühnenbild sind von den beiden Puppenspielerinnen extra für das Jubiläumsfest gebaut worden.


Mehr Fotos unter   www.nwzonline.de/fotos-friesland 
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