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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Für die Kirchen hat er immer ein Eisen im Feuer

15.12.2018

Neustadtgödens Mit Feuer, Hammer und Amboss fertigt der Roffhausener Benno Willmann (81) in der Museumsschmiede von Altmarienhausen aus Eisen kunstvoll die schönsten Dinge. Sie sind in zahlreichen Kirchen, an Häusern und öffentlichen Einrichtungen in Friesland, Wilhelmshaven und darüber hinaus zu sehen.

Neuestes Produkt aus Willmanns Fertigung ist ein zwei Meter breites und 1,20 Meter hohes schmiedeeisernes Tor zum kleinen Friedhof der kath. Kirchengemeinde St. Joseph in Neustadtgödens. Im Beisein zahlreicher Gemeindeglieder wurde es jetzt offiziell übergeben. Gemeindepfarrer Johannes Ehrenbrink würdigte dabei das Schaffen des ehrenamtlich tätigen Schmiedes und dankte Willmann, der schon vor Jahren verschiedene kunstvolle eiserne Beschläge mit Scharnieren sowie Schloss und Klinke für die Tür zum Glockenturm lieferte. Unentgeltlich, wie er versichert. Nur die Kosten für Eisen und manchmal etwas Kohle lässt er sich erstatten.

Der Museumsschmied der AG „Altes Sande“ hat sein Handwerk einst in der Schmiede Eggers in Sande-Altenhof gelernt. Später arbeitete er 35 Jahre als Betriebsschlosser bei Olympia. Als dann die Schmiede Eggers als Museumsstück in das Gut Altmarienhausen verlagert wurde, übernahm er dort die Arbeit in seinem ursprünglichen Beruf. Seit ein paar Jahren hat er mehrere Helfer, die eines Tages das Werk weiterführen können. Doch noch ist es nicht so weit und Benno Willmann steckt voller Pläne für weitere Arbeiten.

Mit Neustadtgödens ist er schon mehr als ein Vierteljahrhundert verbunden. Er schmiedete die zahlreichen Ständewappen, die in dem historischen Ort die Häuser zieren, machte sich auch für die evangelisch-lutherische Kirche nützlich und lieferte den gebrochenen Davidstern für die ehemalige Synagoge.

Auch für die Gemeinde Sande hatte Willmann schon manch Eisen im Feuer und den Schmiedehammer in der Hand. Von ihm sind ein Rosenbogen bei der Oberschule am Falkenweg, der Namenszug „Altmarienhausen“ über der Zuwegung dorthin, die Bezeichung „Küsteum“ an der Giebelwand des Gutshofes und nicht zuletzt die Nachbildung der Weltkugel vom Nordkap, die vor dem Sander Rathaus steht.

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