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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Nicht alles ist immer so wie             es scheint

17.03.2014

Varel Ruhe und Intimität wären eigentlich zu vermuten, insbesondere wenn ein Hotel eine Suite schon als „Aphrodites Zimmer“ anpreist. Nicht so jedoch im „Hotel Athena“, in dem Guido (Alf Hauken) und Sandra Schwarz (Gitta Laßen) nach 25 Jahren ihre Ehe noch einmal auffrischen wollen. Freunde, Geliebte und nicht zuletzt auch Zimmermädchen und Hotelgeschäftsführer geben sich dort die Klinke in die Hand. Es kommt zu turbulenten Irrungen und Wirrungen um das alte Thema Liebe – mit viel Witz präsentiert im aktuellen Stück „Aphrodites Zimmer“ der Niederdeutschen Bühne Varel. Anlässlich der Premiere am Freitag im „Tivoli“ in Varel spendeten die Zuschauer anhaltenden Beifall.

Die irrwitzigen Situationen in der Komödie von Walter Pfaus, Plattdeutsch von Heino Buerhoop, hat Regisseur Norbert Buchtmann gekonnt in Szene gesetzt. Schon das von ihm konzipierte Vorspiel an der Rezeption des „Hotels Athena“ gewährt dem Zuschauer Einblicke in die unterschiedlichen Charaktere der dargestellten Personen. In „Aphrodites Zimmer“ selbst dominiert dann das Doppelbett im Bühnenbild – wenn auch kaum belegt. Die drei Türen in „Aphrodites Zimmer“ sind weitaus mehr in Benutzung: Es herrscht ein großes Kommen und Gehen. Auch die Schranktür spielt eine nicht unwesentliche Rolle, selbst hinter ihr kommt es zu unverhofften Begegnungen mit der Folge von „schrankgeschädigten“ Beteiligten.

Nicht nur, dass Guidos Geliebte Valerie (Birgit Renken) sich just im Nebenzimmer des Silberpaares einquartiert hat, nein, die Verbindungstür lässt sich von der Zimmerseite des Paares aus nicht verschließen. So bringt Valerie den treulosen Ehemann ständig in Schwierigkeiten. In seiner Verzweiflung zieht Guido seinen Freund Horst (Klaus Decker) mit ins Schlamassel. Er soll ihm Valerie vom Hals halten. Guido ahnt aber nicht, dass Horst selbst eine Affäre mit Silberbraut Sandra hat. Nicht zuletzt ruft Horsts Hotelaufenthalt auch dessen misstrauische Frau Ruth (Christine Neubacher) auf den Plan. Sie muss denn auch mit anhören, wie sich Valerie noch an ihren Gatten heranmacht. „Wollen Sie nicht nach meiner Dusche sehen, während ich dusche?“, fragt sie Horst unverblümt, der sich als Handwerker ausgegeben hat und dabei zwischenzeitlich perfekt auf Italienisch macht.

Guido kämpft um seine Geliebte, auf die auch noch Geschäftsführer Max Meiners (Dieter Kück) ein Auge geworfen hat. Doch sein Verhältnis versucht er auch mit aller Kraft zu verheimlichen. Sogar Ruth muss er schließlich noch beschwichtigen – und dabei bringt ausgerechnet sie ihn zusätzlich in eine äußerst delikate Situation. Fast kommt beim Zuschauer Mitleid mit dem treulosen Ehemann auf, so stark verdeutlicht Alf Hauken mit seinem Spiel die so gut wie ausweglose Situation.

Denn das chaotisch-erotische Verwechslungsspiel weitet sich immer mehr aus. Allein das Zimmermädchen Laura (Nicole Baumann) behält – nebst Zuschauer – dabei die Übersicht – und hält für seine Verschwiegenheit berechnend die Hand zu allen Seiten offen. Unterstützung erfährt sie von ihrem Freund Benno (Pascal Oetjengerdes).

Viel mitreißende Situationskomik entsteht durch die untereinander verwobenen Lügen und Verwicklungen. Denn nicht nur Ruth ahnt: „Da ist was faul, da ist richtig was faul.“ Der szenische Schlagabtausch lässt keinerlei Langeweile beim Publikum aufkommen.

Anke Wöbken Varel / Redaktion Friesland
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