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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Angebot: Nicht alles muss gleich in die Tonne

23.01.2017

Schortens Gespannt sieht Dorothea Kottwig zu, wie ihr geliebter Wecker auseinander genommen wird. „Ich bewundere ja, wie sie das alle können“, sagt sie, ihren Wecker dabei immer im Blick. „Deshalb war ich auch schon öfter hier, einmal mit einer alten Kaffeemaschine, heute mit meinem kaputten Wecker. Der bedeutet mir viel, er war ein Geschenk.“

„Wegwerfen? Denkste!“

Rund 40 Ehrenamtliche helfen derzeit beim Repair-Café in Schortens. Dazu gehört auch ein Organisationsteam. Gern können sich noch weitere Fachleute melden. Gesucht werden Elektriker, Schneider, Schreiner, Tüftler, Bastler – und noch mehr. Und auch Organisatoren, die am Empfang oder in der Caféteria mithelfen, werden gesucht.

Infos dazu gibt es beim Umweltzentrum, Tel. 04461/89 16 52 oder per E-Mail an repaircafe-schortens@gmx.de.

Alle zwei Monate an einem Samstag findet das Repair-Café in Schortens statt. Die nächsten Termine: 18. März, 20. Mai, 19. August, 21. Oktober, 16. Dezember, jeweils von 14 bis 18 Uhr im Pferdestall, Alter Brauerweg 1.

Dorothea Kottwig war am Samstag eine von vielen, die zum Repair-Café in den Pferdestall nach Schortens gekommen sind. Die Idee: Ehrenamtliche Bastler und Tüftler, Schneiderinnen, Hobby- und auch Profi-Elektroniker bieten ihre Hilfe an. Jeder, der etwas repariert haben möchte, kann einfach kommen. Das Motto: „Wegwerfen? Denkste!“

Schon zum wiederholten Mal kamen auch an diesem Samstag wieder viele Besucher, darunter auch Rolf Kuhlmann, der ganz aus Varel zum Repair-Café gefahren ist. Er ist Sammler von Kofferradios und anderen Radiokuriositäten – darunter ist auch ein so genanntes Tefifon.

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Dieses Gerät kann Schallbänder abspielen, enthalten in einer kleinen Kassette mit einem Kunststoffband, in das die Tonsignale eingraviert sind. Das dazugehörige Kofferradio, das war nun allerdings kaputt.

„Leider bin ich nicht fähig dazu, das zu reparieren, deshalb habe ich hier Hilfe gesucht.“ Und die hat er gefunden: bei Siggi Lindemann. „Ein Tefifon habe ich zwar noch nicht bearbeitet, aber das ist so aufgebaut wie ein Radio – immer das gleiche“, sagt Siggi Lindemann und lächelt. Zur Orientierung hat er vor sich ein Blatt Papier mit dem gesamten Schaltbild liegen. „Das dient zur Orientierung. Langsam taste ich mich heran und messe die Spannungen.“

Langsam herantasten, das macht auch der gelernte Maschinenbaumechaniker René Mach. Er ist schon zum vierten Mal dabei und hilft gern, Dinge zu reparieren. „Manchmal ist dann auch mal ein hoffnungsloser Fall dabei, natürlich können wir nicht alles reparieren“, betont er. „Aber wir können es zumindest versuchen.“

An diesem Tag hat er sich erst einmal der Uhr von Joachim Aust angenommen, oder besser gesagt: von Austs Schwester. „Sie würde sich so freuen, wenn die Uhr wieder funktioniert“, sagt Joachim Aust. „Ich habe selbst schon mal in die Uhr reingeschaut, aber mich dann nicht getraut, weiter daran zu basteln.“ Da kam ihm der Hinweis eines Bekannten ganz recht. „Ich habe von dem Repair-Café gehört und wollte es ausprobieren“, sagt er.

Und vielleicht kommt Aust bald ja noch mal mit anderen Dingen, die repariert werden müssten, wieder. Denn er betont: „Die Atmosphäre beim Repair-Café ist einfach nur klasse.“

Genauso sieht es auch Dorothea Kottwig, die übrigens nach einiger Zeit überglücklich aus der Tür herauskommt: „Sie haben es geschafft, mein geliebter Wecker ist repariert“, sagt sie freudig. „So ist es doch viel schöner, als immer gleich alles wegzuschmeißen, oder?“

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