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Aktualisiert vor 7 Minuten.

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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Nur eine Ziegelei bleibt übrig

05.03.2015

Zetel Die erste Ziegelei in der heutigen Gemeinde Zetel war die Herrschaftliche Ziegelei in Neuenburgerfeld, wohl um 1600 entstanden. Eine weitere entstand im Jahr 1799. Friedrich Wilhelm Georg erhielt die Erlaubnis zum Bau und Betrieb einer Ziegelei in Schweinebrück im Jahre 1799. Die Inhaber wechselten im Laufe der Jahre, die Technik wurde mehrfach erneuert, aber der Standort besteht noch heute: Es handelt sich um das Klinkerplattenwerk der Firma Röben Tonbaustoffe in Schweinebrück.

Hoch- und Ringöfen

Seit 1900 ist das Werk im Besitz der Familie Röben. 1833 hatte es August Hinrich Huchting, Ziegelfabrikant aus Bockhorn, aus der Konkursmasse übernommen (der Sohn des Gründers hatte Konkurs anmelden müssen). Als Huchting 1854 starb, ging die Ziegelei an Johann Anton Plagge, 1865 erwarb sie der Klinkerkönig (Christian Emil) August Lauw. Der verpachtete die Ziegelei 1900 an seinen Schwiegersohn Wilhelm Friedrich Bernhard Röben (1859 bis 1925).

Nach Lauws Tod ging die Ziegelei an seine Tochter Anna Hedwig Hermine Röben (geborene Lauw; 1862 bis 1951). Der Sohn Wilhelm August Röben übernahm sie 20 Jahre später, nach seinem Tod trat Wilhelm Heinrich Röben das Erbe an. Durch ihn expandierte das Unternehmen innerhalb weniger Jahre zu einem der bedeutendsten der Branche – mittlerweile mit Standorten in Polen und USA.

1989 trat mit Wilhelm-Renke Röben ein Vertreter der fünften Röben-Generation in die Geschäftsführung ein.

Es gab weitere Ziegeleien in Neuenburg und Neuenburgerfeld, ab 1903 auch die Dampfziegelei Schmidt und Müller in Zetel, Südenburg, die bis 1971 existierte. Die ersten Ziegel wurden in Feldbrandöfen gebrannt. Dazu wurden Steine von Brennmaterial (Torf) umgeben und mit Erde abgedeckt.

Nach Art eines Kohlenmeilers wurden sie dann gebrannt. Um 1830 setzte sich der altdeutsche Hochofen durch. Dazu wurden Steinrohlinge in einer einzigen Brennkammer gestapelt. Die Kammer wurde zugemauert, das Feuer durch seitliche Löcher geschürt. Ab 1869 setzten sich die Ringöfen in der Wehde durch, ebenso der Maschineneinsatz (Pressen, Rohstoffgewinnung durch Bagger, Transport durch Loren).

Handarbeit am Ende

Die vorher verbreiteten Handstrichziegeleien wichen, es blieben im 20. Jahrhundert die „großen“ Ziegeleien: Schmidt und Müller in Zetel, Röben in Schweinebrück, Röben-Neuenburgerfeld, Suhren in Neuenburg. Ab 1960 wurden es weniger, die Technik des Tunnelofens (in Bockhorn bei August Lauw schon lange eingesetzt) verdrängte den arbeitsintensiveren Ringofen. Bis auf Röben waren 1971 alle Ziegeleien geschlossen.

Das Werk, das aus dem Vertriebskartell der Vereinigten Oldenburger Klinkerwerke ausgeschieden war, ist das einzige, das noch an die einst 15 Ziegeleien in der Gemeinde Zetel erinnert.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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