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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Luther-Jahr: Radikal angepasst in Herrlichkeit Gödens

16.03.2017

Neustadtgödens Zum 500. Mal jährt sich 2017 die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen zu Ablass und Buße, die er der Überlieferung nach am 31. Oktober 1517 an das Portal der Schlosskirche Wittenberg schlug. Die sich daraufhin ausbreitende Reformation fiel auch in Ostfriesland auf fruchtbaren Boden, der Protestantismus wurde dort zum bestimmenden Bekenntnis. Ostfriesland wurde aber auch zu einem Rückzugsort reformatorischer Gruppierungen, die anderorts verfolgt wurden.

„Dazu gehörte auch die Religionsgemeinschaft der Täufer, die ab 1535 in der Herrlichkeit Gödens belegt sind“, sagt Stephan Horschitz vom Schlossmuseum Jever. Er hat die neue Sonderausstellung für das Museum im Landrichterhaus mit Prof. Dr. Antje Sander maßgeblich konzipiert und mit Sebastian Janßen von der Gemeinde Sande ein umfangreiches Rahmenprogramm organisiert.

Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum in Neustadtgödens

Ausstellungseröffnung „Radikal angepasst – Erste Täufer in der Herrlichkeit Gödens“; Donnerstag, 23. März, 19 Uhr, ev-luth. Kirche Neustadtgödens, danach Rundgang und Einführung in die Ausstellung im Museum im Landrichterhaus.

Konzert von Jörg Sollbach zum Martin-Luther-Jahr; Samstag, 25. April, 19.30 Uhr, Gemeindehaus, Am Deich 3, Neustadtgödens.

Luther und die Juden: Vortrag von Prof. D, Ursula Rudnik; Musik: Ursula Ruperti; Mittwoch, 17 Mai, 19 Uhr, ev.-luth. Kirche, Neustadtgödens.

Luther und die Katholiken: Vortrag von Domkapitular Reinhard Molitor vom Bistum Osnabrück; Musik: Acoustic Colours: Mittwoch, 7. Juni, 19 Uhr, ev.-luth. Kirche Neustadtgödens.

Calvins Verhältnis zu Luther: Vortrag von Pastor i.R. Alfred Mengel; Musik: Uwe Mahnken (Akkordeon); Mittwoch, 21. Juni, 19 Uhr, ev.-luth. Kirche Neustadtgödens. Gezeitenkonzert mit dem Concerto Foscari; Sonntag, 6. August, 14 Uhr (interaktives Kinderkonzert) und 16 Uhr (Symphonie pour David (Wandelkonzert); ev.-luth. Kirche Neustadtgödens.

Luther und die Täufer: Vortrag von Pastor Edwin de Jong; Musik mit dem Duo Tam Lin; Mittwoch, 13. September, 19 Uhr, ev.-luth. Kirche Neustadtgödens. Der Fall Luther: Theateraufführung mit dem Jever-Art-Ensemble, Sonntag, 24. September, 18 Uhr, ev.-luth. Kirche Neustadtgödens.

Erzählung zum Luther-Jahr mit Pastorin Kerstin Tiemann; Dienstag, 14. November, 20 Uhr, Gaststätte „Zur Waage“, Neustadtgödens.

Eröffnung am 23. März

Die Täufer und ihre Geschichte sind zentrales Thema der neuen Sonderausstellung „Radikal angepasst – Erste Täufer in der Herrlichkeit Gödens“ des Museums im Landrichterhaus, in dem am Donnerstag, 23. März, die neue Saison eröffnet wird. Auftakt ist zunächst um 19 Uhr in der ev.-luth. Kirche mit Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr und einem Grußwort von Margot Käßmann, Botschafterin für das Reformationsjubiläum im Auftrag des Rates der Evangelischen Kirche Deutschland. Anschließend geht es zum Landrichterhaus zu einem Rundgang durch die Sonderausstellung.

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Im Luther-Jahr und zum Reformationsjubiläum spielt Neustadtgödens im Nordwesten eine herausragende Rolle: Bis zum 31. Oktober, dem Reformationstag, gibt es in dem Ort, der durch das friedliche Zusammenleben vieler Religionsgemeinschaften vor Jahrhunderten als leuchtendes Beispiel für Toleranz gilt, einen großen Veranstaltungsreigen mit Vorträgen, Konzerten, Theateraufführungen und Kostümführungen.

Werner Kleinschmidt schlüpft dazu mit historischem Gewand in die Rolle des um 1535 aus Münster nach Gödens geflüchteten Täufers Hinrich Krechting. Der wurde in Neustadtgödens trotz seiner radikalreformatorischen Ansichten nicht nur geduldet, sondern hatte gemeinsam mit den Täufern Wolter Schemering und Gerhard Westerburg hohe Stellungen in der Herrlichkeit inne.

Radikal angepasst

„Die Ausstellung geht der Frage nach, wie die von Kaiser Karl V. geächteten und für vogelfrei erklärten Täufer überhaupt nach Gödens kamen und sich hier ansiedeln konnten“, sagt Stephan Horschitz.

Die Ausstellung zeigt, wie es den ersten Täufern in der Herrlichkeit Gödens gelang, Einfluss auf die Regierungsgeschäfte zu nehmen, und wie es kam, dass sie ihre radikal-religiöse Ideologie – Ziel war das Errichten einer urchristlichen Gottesgemeinde auf Grundlage der Bergpredigt – zugunsten der gemäßigten reformierten Glaubensrichtung aufgaben.

Die Lebenswege von Krechting, Schemering und Westerburg werden so weit möglich nachgezeichnet und ihr Wirken dargestellt.

„Ihre persönliche Haltung zeigt eindrucksvoll die vielseitigen Formen der reformatorischen Bewegung in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts“, sagt Antje Sander. Ihre Ansiedlung begründete zudem den Ruf der Herrlichkeit Gödens, in religiösen Fragen besonders tolerant zu sein.

Zahlreiche Förderer und Stiftungen machten das umfangreiche Veranstaltungsprogramm (siehe Infokasten) möglich: Die Oldenburgische Landschaft, die Barthel-Stiftung, die LzO-, die Olga-und Heinz-Böger-Stiftung, die Hanns-Lilje-Stiftung, die Ev.-Luth. Landeskirche Hannover, die Kirchengemeinde Gödens und Heidi Gräfin von Wedel.

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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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