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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Radziwills eigenwilliger Umgang mit Farbe

20.03.2017

Rallenbüschen /Dangast Hoher Besuch bei der Eröffnung der neuen Radziwill-Ausstellung: Zahlreiche Kunstinteressierte haben am Sonntag die Vernissage zur Schau mit dem Titel „Die Palette des Malers“ im Gasthof zur Linde in Rallenbüschen verfolgt. Sie wird bis zum 7. Januar 2018 im Künstlerhaus an der Sielstraße 3 in Dangast gezeigt.

In der neuen Jahresausstellung geht es um Franz Radziwills eigenwilligen Umgang mit Farben. Sie sind ein unverwechselbares Erkennungszeichen seines Schaffens. Gezeigt werden 24 Gemälde als Leihgaben aus Museen und Privatbesitz. „So bunt war es noch nie in unserem Haus“, meinte Konstanze Radziwill, Tochter des Künstlers. Sie freut sich, auch Bilder zu sehen, die sie noch nie im Original gesehen hatte.

Der Vorsitzende der Radziwill-Gesellschaft Jürgen Müllender meinte in seiner Ansprache: „Wir blicken diesmal auf die typischen Eigenschaften, die seine Werke ausmachen. Es geht um die Farbe – und die gibt es in seinen Werken reichlich.“

Frieslands Landrat Sven Ambrosy ging auf das Thema der Ausstellung ein. „Palette ist ja zweideutig, einerseits das Brettchen des Malers zum Mischen der Farben, und andererseits als Ausdruck von Vielfalt – das passt zu Radziwill“, meinte er. Außerdem forderte Ambrosy mit Blick auf die Kultur in Dangast: „Weg mit der Bescheidenheit. Ich werde trommeln, damit das Thema auch in Hannover gehört wird.“

Auf Besonderheiten einzelner Werke der Ausstellung ging die Kuratorin Birgit Denizel während ihrer Erläuterungen ein. Sie sprach von der Wirkung von Farben und Radziwills „ziemlich freier Farbgestaltung“, stellte aber fest: „Generell ist ein Radziwill immer erkennbar, obwohl der Maler mehrmals seinen Stil änderte.“

Eske Nannen sprach über die Beziehungen zwischen der Kunsthalle Emden und dem Dangaster Künstlerhaus. „Unsere Häuser haben eine lange gemeinsame Geschichte“, sagte sie und wies auf die vielen Radziwill-Bilder in der Kunsthalle hin, die immer wieder in Sonderschauen präsentiert werden.

Anschließend ging es ins Franz-Radziwill-Haus. Konstanze Radziwill bedauerte, dass der Kursaal in Dangast nicht mehr nutzbar ist. Dieser wird derzeit abgerissen. Sie begrüßte die Gäste erstmals in Rallenbüschen. „Das Zentrum der nordeuropäischen Schrottkunst hat uns Unterschlupf gewährt“, dankte Radziwill Diedel Klöver.

24 ausgewählten Gemälde aus der langjährigen Schaffenszeit von Franz Radziwill (1895–1983) sind montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr zu sehen.

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