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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Hase und Eisbär aus altem Eisen

21.08.2017

Rallenbüschen „Er ist ein Naturtalent mit einem fantastischen anatomischen Verständnis“, oder einfach nur „Diese Ideen sind der Wahnsinn“, waren einige Meinungen der vielen Besucher, die am Wochenende im Zoo-, Natur- und Kunstpark umher wandelten. Diedel Klöver hatte zur Kunstausstellung „Yard Art“ in seinen Skulpturengarten in Rallenbüschen eingeladen.

„Nach kurzer, heftiger Vorbereitung ist alles rechtzeitig fertig geworden“, sagte der Schrottkünstler, „ich musste einige Überstunden machen“. Die Kunstobjekte zeigten sich rostig inmitten des weitläufigen Geländes mit Bananenbäumen und Schilfbewuchs.

Viel zu schmunzeln gab es in der Sonderausstellung unter dem Motto „Ob Hausmannskost oder Delikatessen – es geht ums Essen“. So gab es Kabelsalat, ein „Hohes Gericht“, hartes Brot oder auch ein halbes Hähnchen zu sehen. Alles aus ehemals nutzbringend verwendeten Metallteilen wie Schrauben und Muttern oder Maschinenteilen von Diedel Klöver zu kleinen Kunstwerken zusammengeschweißt.

Klövers neuestes Objekt, ein Eisbär, konnte nur halbfertig bestaunt werden. „Für das weiße Fell habe ich nicht genug alte Zündkerzen zusammenbekommen“, sagte er.

Neben Diedel Klöver mit seiner Kunst aus altem Eisen stellten auch wieder viele befreundete Künstler aus. Hilke und Willy Büsing aus Bollenhagen mit Kunst aus Naturmaterialien, Schmuckdesignerin Alexandra Strudthoff und Fotograf Gunnar Voigt, Peer Oliver Nau mit seinen Holzfiguren, Schmied Alfred Bullermann aus Friesoythe, Fotograf und Grafikdesigner Holger Mühlbauer aus Wilhelmshaven und Karin Weißenbacher, Tonbildhauerin aus Barmstedt.

Gunnar Voigt war für seine Fotoschau auf der Insel Spiekeroog, in einem dänischen Fischereihafen und auf Schrottplätzen auf Motivsuche und zeigte die überall zu findenden vor sich hin gammelnden Metalle in großformatigen Abbildungen.

Alfred Bullermann stellte Grundschmiedetechniken vor und demonstrierte vor den Augen der Zuschauer am heißen Feuer sein altes Handwerk. „Manchmal sind noch Reparaturen gefragt, einige Handwerker lassen ihre Meißel neu anschmieden, auch Pferde werden immer noch mit Hufeisen beschlagen“, erzählte er. Doch den Großteil seiner Arbeit mache heute die künstlerische Metallgestaltung aus. Mit ihm stand Jens Erlandsson aus Schweden am Schmiedefeuer.

Diedel Klöver freut sich jetzt auf seinen Urlaub. „Mal selbst in der Sonne schweißen“, scherzte er. Seine nächsten Schrottkunstobjekte stehen noch nicht fest: „Mein Kopf ist noch nicht leer, die Ideen entwickeln sich.“

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