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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Rock-Prominenz zum Anfassen am Strand

25.07.2012

SCHILLIG Kurz vor Konzertbeginn auf dem Gelände der Jugendherberge Schillighörn in Schillig direkt hinter dem Deich schreibt Gitarrist Thorsten Wingenfelder von der Band Wingenfelder:Wingenfelder dem kleinen Lucas aus Adorf noch schnell ein Autogramm auf sein T-Shirt. Ob sich der Junge oder der Vater, der daneben steht, mehr darüber freut, ist nicht bekannt.

Und wer genau hinsieht, konnte am Montagabend nicht nur diese Szene beobachten, sondern auch einen sehr entspannten Wolfgang Niedecken – Frontmann der Kölschrockband BAP – wie er sich ganz unauffällig einfach unters Publikum mischt. Hier wird schnell klar: Dieses Konzert ist eine Veranstaltung mit Stars zum Anfassen, die trotz ihrer Popularität auf dem Boden geblieben sind.

Die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder, berühmt geworden in den 1990er Jahren mit der Band „Fury in the Slaughter­house“, boten gemeinsam mit Wolfgang Niedecken, Echo-Gewinner und Förderer junger Künstler, im Rahmen des OLB-Musik-Camps Nordwest direkt am Strand ein interessantes musikalisches Programm.

Die drei Künstler sind begnadete Musiker. In dem rund dreistündigen Konzert präsentierten sich die Herren nebst Band von ihrer besten Alt-Rockerseite, politisch und unbeugsam – mit hohen Idealen im Gepäck. Nach dem Ende von „Fury in the Slaughterhouse“ sind die Wingenfelders mit einem neuen Album zurück – diesmal auf Deutsch.

In Schillig ergab sich eine Atmosphäre, die an das legendäre Woodstockfestival erinnerte. Die rund 500 Zuschauer ließen sich mitreißen von der Kunst der gestandenen Musiker, die „die Gitarre einfach mal so weiterreichten“, so Kai Wingenfelder.

Als Wolfgang Niedecken aus seiner Biografie „Für ne Moment“ las und etwa die grausamen Zustände in Uganda beschrieb, wo Kinder als Soldaten missbraucht werden, legte sich Stille über das bis dahin ausgelassene und humorvolle Fest. Und obwohl diese Kombination sicher ungewöhnlich war, schien sie offenbar zu funktionieren: Anschließend wurde zwar wieder gefeiert, aber das Publikum wirkte nachdenklicher.

Am Dienstag pflanzte Wolfgang Niedecken eine Kastanie im Prominentenpark in Hooksiel und plauderte entspannt mit seinen Fans. Der Park ist Teil des Projekts „Erde und Flut – Wangerland blüht auf“.

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv

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