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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Bei ,weiter so‘ ist in fünf Jahren Kasse leer

07.09.2019

Sande Die evangelische Kirchengemeinde Sande hat ein Problem: Das Geld wird knapp – sehr knapp. Deshalb muss ein Haushaltssicherungskonzept umgesetzt werden. „Das gilt grundsätzlich für die meisten Kirchengemeinden der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg“, sagt Pastor Jörg Zimmermann. „Aber wir sind eine von zwei Pilotgemeinden und damit unter den ersten, die diese nicht einfache und nicht angenehme Arbeit aufgenommen haben.“

Gemeindeversammlung

Der Gemeindekirchenrat der ev.-luth. Kirchengemeinde sande lädt zur Gemeindeversammlung am Donnerstag, 26. September, um 19 Uhr

im ev. Gemeindehaus Sande, Hauptstraße 72, ein. In der Versammlung stellen die Kirchenältesten vor, welche Lösung es für den Geldmangel gibt.

Zwei Jahre lang wurde im Gemeindekirchenrat beraten und vorbereitet – nun steht das Konzept, wie mit weniger Geld weiter das Gemeindeleben aufrecht erhalten werden kann. Das Konzept wird am Donnerstag, 26. September, in einer Gemeindeversammlung vorgestellt und diskutiert. Beginn ist um 19 Uhr.

Der Hintergrund des Geldproblems: Die Kirchen in Deutschland verlieren stetig Mitglieder – auch die ev. Gemeinde Sande. „Damit kommt ein finanzielles Problem auf die Gemeinden zu, das sich über viele Jahre schleichend entwickelt hat und nun akut wird“, sagt Kirchenratsvorsitzende Astrid Kasjens: „Wenn wir keine Maßnahmen ergreifen, dann werden aller Voraussicht nach in fünf Jahren alle finanziellen Reserven aufgebraucht sein.“

Verschärft wird das Geldproblem noch dadurch, dass die Kirchengemeinde „in den ,fetten Jahren‘ viel in Gebäude investiert hat und jetzt mit hohen Unterhaltungskosten kämpft.“

Vor fast zwei Jahren hat der Gemeindekirchenrat deshalb einen Strukturausschuss gegründet, der die Situation genau analysiert und einen Lösungsweg erarbeitet hat.

Darüber will sich der Kirchenrat mit den Gemeindemitgliedern austauschen. „So viel ist klar: Nur mit dem Engagement möglichst vieler Gemeindemitglieder wird unser Gemeindeleben unter Gottes Segen weiterhin zum Wohle vieler Menschen gelingen können“, betont Astrid Kasjens.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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