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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Forsthaus Upjever In Schortens: 96-Jährige führt Protestbewegung an

13.12.2018

Schortens „Stellen Sie sich vor, Sie gehen in den Wald und nichts ist mehr so, wie sie es seit Jahrzehnten kannten.“ Försterstochter Ruth Liebich – ihr Vater leitete das Revier von 1924 bis 1941 – ist 96 Jahre alt und im Forsthaus Upjever aufgewachsen. Sie warb jetzt vor mehr als 100 Zuhörern im Bürgerhaus Schortens leidenschaftlich für den Fortbestand des Forsthausensembles.

Die zierliche alte Frau zog ihre Zuhörer mit ihrer kämpferischen und freien Rede in Bann. Ruth Liebich kann und will sich nicht damit abfinden, dass in Niedersachsen nicht nur ein Forsthaus nach dem anderen verkauft wird, sondern dass jetzt auch noch die mehr als 130 Jahre alte Gaststätte „Zum Forsthaus Upjever“ so wie sie sagt „ohne Not geschlossen und verkauft werden soll“.

Besonderer Platz im Wald

„Kämpfen Sie um den Erhalt dieser Traditionsgaststätte, so wie es schon einmal vor 130 Jahren geschehen ist. Lassen Sie es nicht zu, dass dieser besondere Platz in unserem Wald nicht mehr für jedermann frei zugänglich ist. Sprechen Sie mit Ihren politischen Vertretern, den Ratsmitgliedern der Stadt und Ihrem Abgeordneten im Landtag“, so der leidenschaftlichen Appell Ruth Liebichs.

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Und Ruth Liebich griff die Forderung des Vereins „Upjever lieb’ ich“ – der Vereinsname ist nicht ganz zufällig ein schönes Wortspiel mit ihrem Familiennamen – auf: „Wie einst sollten sich alle am Erhalt der Gaststätte Interessierten zusammenschließen, um zusammen mit dem Verein ihre Forderungen formulieren und vortragen. Dafür ist es allerhöchste Zeit.“

Die Zuhörer dankten ihr für ihren Einsatz mit einem lang anhaltenden Applaus. Die von „Upjever lieb’ ich“ vorbereiteten Unterschriftenlisten wurden herumgereicht. Und es gab kaum einen unter den Anwesenden, der nicht zum Kugelschreiber griff, und sich in die Liste eintrug und unterzeichnete.

Im Anschluss an den leidenschaftlichen Appell Ruth Liebichs zeigte ein Film von Birgit Luiken, worum es geht: Neben wunderschönen Naturaufnahmen kamen viele Vereinsmitglieder zu Wort und beschrieben, warum ihnen der Einsatz im und für ihren Verein wichtig ist.

Ein freudiges Raunen ging durch das Bürgerhaus, als die am 1. September dieses Jahres entstandenen Aufnahmen über die nach fast sieben Jahrzehnten erste Öffnung der „Jeverschen Allee“ gezeigt wurden. Viele der Zuschauer erkannten sich, ihre Freunde und Nachbarn in den Aufnahmen wieder. Auch dieser Film endet mit dem Aufruf, die Besonderheiten dieses Waldes jetzt und für die Nachkommen zu erhalten.

Das Erbe Frl. Marias

Gezeigt wurde der Film nicht nur im Bürgerhaus Schortens, sondern vor zahlreichen Zuschauern auch wenige Tage später im Kino Jever. Dort beschrieb Birgit Luiken die Arbeit an der Videoproduktion, die insgesamt ein Jahr in Anspruch nahm. Sie kennt dieses Forstrevier seit vielen Jahren und hat ihr Herz „an diesen ganz einzigartigen Wald“ verloren.

Der Vorsitzende von „Upjever lieb ich“, der frühere Revierförster Carsten-Friedrich Streufert, will den Film auch bei den Kirchengemeinden des Jeverlandes oder im Graftenhaus in Jever zeigen.

„Der Forst Upjever, das grüne Erbe unseres Frl. Maria von Jever, ist es wert, dass immer wieder auf ihn hingewiesen und über ihn gesprochen wird“, sagt Streufert. „Und ganz sicher liegt er den Jeverländern besonders am Herzen.“

Wie berichtet, gibt es eine Gastronomin aus dem Wangerland, die sich als künftige Pächterin bewirbt. Der aktuelle Forsthaus-Pächter Heiner Lenz geht zum Jahresende in den Ruhestand.


  www.nwzonline.de/plus/upjever-forsthaus-upjever-buerger-sorgen-sich-um-forsthaus-upjever_a_50,3,1441748142.html 
Oliver Braun Redakteur / Redaktion Jever
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