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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Schortens’ Partymix stimmt nicht mehr

26.10.2019

Schortens Schortens kann feiern. Das zeigen Veranstaltungen wie das Country- und Westernfestival am Himmelfahrtswochenende beim Badesee. Das zeigen die vielen umsonst und draußen und unplugged Konzerte vor dem Bürgerhaus und an der Alten Ladestraße im Sommer. Oder zuletzt die „Dörp Revival“- Par­ty, bei der es in Hinrichs’ Disco und auf der Straße ein gemütliches Geschiebe, Gedränge und Getanze bis zum frühen Morgen gab.

Was also läuft schief bei Veranstaltungen wie dem Klinkerzauber im Juni und dem vom Oktoberfest zum mottolosen Stadtfest umfirmierten Fest Ende September? Nicht wenige haben den Eindruck, dass diese Feste an den Wünschen der Schortenser vorbeigeplant sind. Und wie sieht es aus mit dem Eiskunstfestival Anfang Februar, mit dem Frühlingsfest Ende April und dem Straßenmusikerwettstreit Anfang November? Dass es über Schortens’ Feste viel Redebedarf gibt, zeigte die gut besuchte Info- und Diskussionsrunde, zu der Schortens’ CDU eingeladen hatte.

„Es gibt in Schortens überhaupt kein Angebot für Kinder und Jugendliche.“ „Warum werden wir Gastronomen bei der Planung nicht viel mehr eingebunden?“ „Es finden ringsherum zu viele Veranstaltungen gleichzeitig statt.“ „Es fehlt ein Festzelt.“ „Es war ein Fehler, den Kramermarkt abzuschaffen.“ – Es ging munter hin und her.

Neidvoll blicken die Schortenser in die Nachbarstadt, wo zum Kiewittmarkt, Altstadtfest und Brüllmarkt Jever regelmäßig voller Menschen ist – Schietwetter hin oder her. Auch Wilhelmshaven brummt zum Wochenende an der Jade, zum Street Art Festival und vielen weiteren großen Festen. Und in Schortens? „Da steht ein paar Fress- und Saufbuden und irgendeine Coverband spielt vor 50 Leuten“, kritisiert ein Bürger. Den Festen fehle Herz. Und es fehle an guten Ideen, an einem richtigen Alleinstellungsmerkmal. Es gebe keine Identifikation der Schortenser mit ihren Festen mehr.

Vor allem der Klinkerzauber und das neue Stadtfest gefallen vielen nicht. Die Festmeile sei für das dünne Programm zu weit auseinandergezogen. Ab 18 Uhr herrscht oft tote Hose. Ob nun die Schausteller mit ihren Fahrgeschäften nicht mehr kommen, weil die Gäste ausgeblieben sind oder umgekehrt – das gilt es zu ergründen. Und dass man beim Stadtfest das Buspulling wegen Regenwetters hat ausfallen lassen – geschenkt. Dass man stattdessen aber nicht kurzfristig etwas anderes für die angemeldeten Teams organisiert hat – ein Lkw-Reifen-Gewichtheben oder ähnliches – sei armselig, kritisierte ein anderer Bürger. „Dass es am Stadtfest-Sonntag regnen würde, wusste man dank Wetter-App doch Tage vorher. Da kann man als Stadtmarketing doch frühzeitig reagieren.“

Viele Diskussionsteilnehmer trauern dem Kramermarkt hinterher. Tatsache ist aber, dass das Volksfest schon einige Jahre vor seinem endgültigen Aus immer weniger Besucher hatte und Wiederbelebungsmaßnahmen erfolglos blieben. Das große Festzelt, später beim Oktoberfest reaktiviert, blieb oft leer. Selbstverpfleger, die ihre Getränke im Rucksack mitbringen, trugen ihren Teil zum Sterben der Feste bei.

Tatsache ist auch: Im Sommer hat keine Stadt und keine Gemeinde ein Wochenende exklusiv. Ringsherum wird gefeiert und gibt es Konkurrenzangebote. Dort eine bessere Terminabsprache hinzubekommen, ist illusorisch. Tatsache ist auch: Wird’s den Jugendlichen zu langweilig, sind die weg: „In Oldenburg, Bremen oder Hamburg kann man viel besser feiern“, zitiert eine Mutter ihre Teenager.

Das Eiskunstfestival und der Straßenmusikcontest seien auch mit Blick auf die Jahreszeit gute Veranstaltungen, wenn auch nur Beiprogramm für verkaufsoffene Sonntage. Aus Klinkerzauber und Stadtfest sollte ein Fest werden, schlugen etliche Bürger vor. 

Die Diskussionsrunde ist vorbei – die Diskussion über die Feste in Schortens aber hat gerade erst begonnen.

Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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