• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Kontakt
  • Werben
NWZonline.de Region Friesland Kultur

Lob und Dank für die Schöpfung

06.11.2017

Sengwarden /Wangerland „Ich hatte mit einem guten Besuch gerechnet, doch so viele Gottesdienstbesucher habe ich nicht erwartet“: Lektor Folkert Janssen freute sich sichtlich über die rappelvolle St. Georg-Kirche in Sengwarden. Dort feierte die Jägerschaft Friesland-Wilhelmshaven ihre Hubertusmesse.

Schon im Mittelalter hat sich der Brauch entwickelt, am Hubertustag eine feierliche Messe zu Ehren des Hl. Hubertus zu lesen. Die Messe erklingt instrumental. Die Jagdhornbläser der Jägerschaft spielen sie seit 30 Jahren im Wechsel in den Kirchen Frieslands und Wilhelmshavens.

Die Begegnung mit Gott, Preis und Dank, Lob und Bitte kamen in den Klängen der Jagdhörner in der Hubertusmesse zum Ausdruck. Auf dem Orgelboden bliesen die Jagdhornbläser, geleitet von Friedgard Lauts, zum feierlichen Ein- und Auszug der Parforcehornbläser. Irp Memmen, Vorsitzenden der Jägerschaft Friesland-Wilhelmshaven, erinnerte daran, dass vor 30 Jahren mit Pastor Rudolf Janssen die erste Hubertusmesse in Sengwarden gefeiert wurde.

In den Waidmannsdank an Anke Janssen und Heinrich Peters, die den Innenraum der Kirche in eine Herbstlandschaft verwandelt hatten, schloss Irps das Engagement vieler Helferinnen und Helfer ein.

„Gott liebt seine Schöpfung und gibt uns Menschen den Auftrag, diese zu erhalten und zu pflegen“, begann Lektor Folkert Janssen seine Predigt mit dem Buch Sirach. Wer mit offenen Augen Wald und Flur zu Fuß begehe, entdecke die Wunder der Schöpfung. Aus der Hubertuslegende lernten die Menschen, dass viel Verantwortung in ihrer Hand liegt, um das Gute im Leben und der Schöpfung zu entdecken.

Das Miteinander von Kirche und Jägerschaft wurde auch durch die Lesungen und Fürbitten im Gottesdienst durch die Lektoren Birgit Irps-Borchers, Onno Leiner-Bruhn, Andrea Hohlen und Wolfram Walter bekräftigt.

Die Besetzung der Parforcehörner bestand aus den drei Bläsergruppen Jeverland, Wangerland und Friesland-Wilhelmshaven. Beim Kyrie ertönten die Es-Parforce-Hörner charakteristisch kraftvoll, faszinierend das Aria Sancti Huberti. Eindrucksvoll spielte das Corps „Glocken“, das im gekonnten Wechselspiel der Tonarten den Klängen der Kirchglocken in ihrer Wirkung kaum nachstanden und mit dem Solo von Gerhard Hinrichs (Astederfeld) gekrönt wurde.