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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Von der Sonne gebräunt und gut erholt

20.07.2018

Sillenstede Auf die Frage, was ihnen hier in Friesland am besten gefällt, gibt es für die 24 Kinder aus der Region um Tschernobyl und ihre beiden Lehrerinnen nur eine knappe Antwort: „Das Meer“. Und man sieht es ihnen an: Sonnengebräunt, fröhlich und konzentriert lauschen sie den Liedern über genau dieses Meer, die die Sänger von Stella Polaris für sie vortragen. Vier Wochen lang – noch bis zum 31. Juli – erkunden die Kinder mit Gastfamilien und den Organisatoren vom Verein „Kinder von Tschernobyl“ Land und Leute an der Küste.

Zwei eigene Lieder

Zwei eigene Lieder haben die Kinder auch mitgebracht. Bevor der Gospelchor Heidmühle seinen Teil des Konzerts bestreitet, singen die Besucher aus Tschernobyl als Dankeschön selbst – das hat Tradition. Schon seit elf Jahren geben die beiden Chöre das Konzert und rufen dabei auf, für die Arbeit des Vereins zu spenden. Das hilft sehr, den Kindern ein vielfältiges Programm für ihren Erholungsaufenthalt zu gestalten.

„Es ist nicht leicht, die nötigen Mittel für dieses Projekt aufzutreiben. Bislang haben wir es immer geschafft. Und im nächsten Jahr können wir zum 25. Mal eine Kindergruppe aus Dobrusch, Utj und Iwaki in Weißrussland begrüßen“, sagt Toni Schiffer vom Verein. Da sind im Laufe der Jahre enge Bindungen entstanden zwischen den Gastfamilien und den Kindern. Und wir haben jetzt auch Kinder dabei, deren Eltern selbst schon in Friesland waren.“

Heimweh kommt vor

„Die Auswirkungen des Reaktorunglücks vom April 1986 sind in unserer Region immer noch sehr gravierend. Und für die Kinder ist der Aufenthalt in Friesland nicht nur eine Erfahrung, die sie ihr Leben lang nicht vergessen werden, sie nehmen auch Gesundheit für Jahre von hier mit“, sagt Olga Dorenshava, eine der beiden Lehrerinnen. „Heimweh kommt bei den Kindern auch schon mal auf, aber nur ganz leicht“, fügt Nasja Harbugova, ihre Kollegin, hinzu.

Nachdem die Kinder die ersten 14 Tage in der Jugendherberge Schillighörn verbracht haben, sind sie nun zu zweit bei Gasteltern untergebracht. Geplant sind noch weitere Freibadbesuche, ein Besuch im Tierpark Jaderberg und Klettern in Conneforde. Am 31. Juli geht’s – leider – schon wieder nach Hause.

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