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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Geschichte: So sah die Soldatenfestung am Hafen aus

01.04.2016

Varel Die Papierschiffchen sind kaum größer als ein Zeigefinger. Dennoch sind die Segel und Masten sowie die Takellage ganz genau zu erkennen. Ebenso filigran sind die Häuser gearbeitet, auf einem vieleckigen Schutzwall sind in 60 Schießscharten winzige Kanonen eingesetzt.

Ein Modell der Chris­tiansburg im Maßstab 1:1500 ist das neueste Ausstellungsstück im Vareler Heimatmuseum am Neumarktplatz 3a. „Jetzt kann man sich endlich vorstellen, wie sie einst aussah“, sagte der Vorsitzende Hans-Georg Buchtmann am Donnerstag bei der Präsentation. Wilhelm Thümler hat das Modell in 150 Arbeitsstunden aus Papier und Karton gebaut. „Die Burg existiert nur in Text-Beschreibungen“, sagte er zu den Schwierigkeiten, das Bauwerk, das von 1681 bis 1693 am Vareler Hafen stand, zu visualisieren. Grundlage war das Buch „Die Christiansburg bei Varel“ des Chronisten Wilhelm Janßen.

Die Wälle der Burg, die nach ihrem Erbauer, dem dänischen König Christian V., benannt wurde, sind heute noch südlich des Vareler Hafens zu erkennen. Ansonsten ist von ihr nichts mehr übrig. Wo vor über 320 Jahren die Schiffe anlegten, stehen heute die Hallen der Firma Deharde.

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Die Umrisse zeichnete Archivar Klaus Büntemeyer in eine farbige Karte von heute ein, die das Katasteramt zur Verfügung gestellt hatte. Sie hängt direkt über dem Modell und erleichtert die Orientierung. „Die einzige Zuwegung ging über den Grashof“, sagte er.

Nach dem Tod des Grafen Anton Günther in der Mitte des 17. Jahrhunderts hatte dieser die Grafschaft Oldenburg seinem Verwandten, dem König von Dänemark, vermacht. Seinem illegitimen Sohn, dem späteren Grafen Anton I. von Aldenburg, übertrug er unter anderem die Herrschaft Varel, die somit aus der Grafschaft Oldenburg herausgelöst war. Der dänische König erkannte diese Regelung nicht an und baute die Festung vor den Toren Varels mit dem Ziel, die Stadt zu schwächen.

In der sternförmigen Stadtanlage mit einem Durchmesser von 1200 Metern lebten 2000 Soldaten. „Es sollte ein Kriegshafen werden“, sagte Wilhelm Thümler: „Das Projekt wurde aber bereits nach zwölf Jahren aufgegeben, weil der Hafen immer wieder verschlickte.“

Das Modell wird in einer Vitrine ausgestellt, die der Vareler Tischlermeister Gerhard Rieken gebaut und dem Heimatverein gespendet hat. Es ist ab Mai zu sehen. „Bei den Abendführungen werden wir besonders darauf eingehen“, sagte Buchtmann. Nach der Sanierung des Dachbodens soll die Burg dort das Kernstück der Ausstellung über den Vareler Hafen werden.

Olaf Ulbrich Kanalmanagement (Ltg.) / Redakteur
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