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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Publikation: Spurensuche in jüdischem Altenheim

27.07.2012

VAREL Dass in Varel eine Synagoge existierte und es in Hohenberge einen jüdischen Friedhof gibt, ist hinlänglich bekannt. Dass in der Stadt früher ein jüdisches Altenheim betrieben wurde, wissen bislang wohl nur wenige Bürger. Holger Frerichs, der schon mehrere heimatgeschichtliche Bücher zur nationalsozialistischen und jüdischen Vergangenheit in Varel veröffentlichte, hat sich auf Spurensuche begegeben und ein neues Buch veröffentlicht. „Das jüdische Altenheim in Varel 1937-1942.“ Ihm ist es gelungen, den Schicksalsweg der Familie Weinberg und der 40 Bewohner des ehemaligen jüdischen Altenheims in der Schüttingstraße 13 nachzuzeichnen. „Bei diesem Buch fühlte ich mich mehr betroffen als bei den andern, weil ich im Rettungsdienst arbeite und viel mit kranken und behinderten Menschen zu tun habe“, sagte Frerichs im Heimatmuseum, wo sein Buch vorgestellt wurde.

Der Heimatverein hat auch dieses Buch ideell und finanziell unterstützt, berichtete dessen Vorsitzender Hans-Georg Buchtmann. Dabei vergaß er nicht zu erwähnen, dass das im Verlag Hermann Lüers (Jever) erschienene Buch auch von der Barthel-Stiftung und der Stadt Varel finanziell unterstützt wurde.

Bürgermeister Gerd-Christian Wagner sagte, dass ihn das Buch gefesselt und erschüttert habe, weil Frerichs detailreich, anschaulich und pointiert die Schicksale zahlreicher jüdischer Bürger beschrieben habe. „Beim Lesen habe ich immer wieder Gänsehaut bekommen“, so Wagner. Als Beispiel nannte er die Auktionen des jüdischen Hausstandes durch die NS-Polizei. Frerichs Buch biete einen weiteren guten Einblick in die Vareler Geschichte, so Wagner: „Wir alle müssen dazu beitragen, dass so etwas nicht wieder geschieht. Wir brauchen Verständnis für die Geschichte, um die Zukunft besser zu verstehen.“

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An den Versteigerungen jüdischen Eigentums haben sich diverse Bürger beteiligt, berichtete Holger Frerichs. Nach dem Zweiten Weltkrieg hätten etwa 300 Vareler Post von Johanne Titz, geborene Weinberg, erhalten, die den Holocaust überlebt hatte und unter anderem die Rückübertragung des elterlichen Hauses in der Schüttingstraße erwirkte. Dort hatten die Geschwister Weinberg 1937 das Altenheim eingerichtet

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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