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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Streit und Ständchen

03.05.2011

Es ist bekannt, dass sich Jeveraner und Wittmunder lange Zeit nicht besonders grün waren. Diese alte Feindschaft pflegt auf sehr humorvolle Weise die „Gilde zur Goldenen Linie von 1666“, die sich am 1. Mai traditionell zum Gildemahl traf. Da Jever in diesem Jahr den 475. Jahrestag der Stadtrechte-Verleihung feiert und auch die Gilde auf ein Jubiläum blicken kann – sie wurde vor 25 Jahren wieder gegründet –, fand das Mahl in Jever statt und zwar hinter den verschlossenen Türen des Schützenhofs. Dort gab es nicht nur ein zünftiges achtgängiges Essen mit Fladenbrot, deftigem Braten und Honigkuchen, sondern auch Reden, mit denen die jeweils 13 Gilde-Mitglieder aus dem Jeverland und dem Harlingerland ihre Händeleien, Animositäten und Streitereien zur Schau stellten. Während die Gildemeister Ingo Hashagen aus Jever und Herbert Fischer aus dem Harlingerland über den ordnungsgemäßen Ablauf des Abends wachten und den geladenen Gästen – jeder Gast darf nur einmal im Leben am Gildemahl teilnehmen – die Rituale erklärten, hielten Anton-Wilhelm Janssen aus Jever und Professor Dr. Claus Adams aus Funnix im historischen Streit flammende Reden zum geschichtsträchtigen Konflikt entlang der Goldenen Linie zwischen Jever und Wittmund. Im aktuellen Streit traten Dr. Heinz Behrends für Jever und Martin Steinbrecher für Wittmund an, wobei letzterem als „Spion“ der Wittmunder eine besondere Rolle zukam. Zwar hat Steinbrecher sein Bauunternehmen in Wittmund, wohnt aber in Jever. „Seitdem ich hierher gezogen bin, versuche ich, die Jeveraner auf Spur zu bringen“, verriet Steinbrecher, bevor sich die Saaltüren schlossen. Auf jeden Fall wolle er den Jeveranern unter die Nase reiben, dass Esens im Landkreis Wittmund die Stadtrechte bereits vor 484 Jahren erhielt. Doch aller Animositäten zum Trotz: Am Ende des Gildemahls wurden alle Streitigkeiten friedlich beigelegt – auch das gehört fest zum Ritual der „Gilde zur Goldenen Linie“.

Durchgehende Harmonie prägte dagegen der „Jazz in den Mai“, zu dem die Old-Marytown-Jazzband um Jochen Ewald diesmal die befreundete Pax-Jazzband um Trompeter Hermann Blaauw aus Holland in den Lokschuppen Jever eingeladen hatte. Die beiden Bands spielten im Wechsel eingängige Musik zwischen Swing und New-Orleans-Jazz. Zwischendurch trat „Plattschnacker“ Jörg Beyer auf. Um Mitternacht feierten Musiker und Zuhörer dann mit einer Jam-Session in den Mai.

Ihren 100. Geburtstag feierte am 28. April im „Haus am Heeseberg“ in Jerxheim (Landkreis Helmstedt) Frieda Westphal. Es gab eine besondere Überraschung, die geheim gehalten wurde: Sohn Klaus Westphal, einst bekannter Arrangeur des Marinemusikkorps „Nordsee“, kam mit 30 Mitgliedern seines Seemanns-Chores „Stella Polaris“ aus Jever, Schortens und Wilhelmshaven, um seiner Mutter ein Ständchen zu bringen. Die Sänger gaben mehrere Seemannslieder zum Besten. Mit „Happy Birthday“ leiteten sie das Überraschungskonzert ein. Die Freude war der Hundertjährigen anzusehen. Aber auch viele andere Heimbewohner erfreuten sich an dem Auftritt, für den in der Pflegeeinrichtung extra der Tagesablauf geändert wurde. (TEXT: BERND-UWE-MEYER)

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