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NWZonline.de Region Friesland Kultur

„Strickfrauen“ seit 25 Jahren beim Umzug dabei

12.09.2015

Bockhorn Die „Strickfrauen“ aus Bockhorn feiern ein Jubiläum: Seit 25 Jahren nehmen sie am Umzug des Bockhorner Marktes teil. Zu Beginn vor einem Vierteljahrhundert waren sie zu acht, seit vielen Jahren sind sie aber nur noch zu sechst dabei. Helga Wegener, Irma Egidius, Renate Gburreck, Ulla Borchardt, Magda Schmidt und Conny Tönjes bilden das Gespann, dass jedes Jahr mit einer originellen Idee am Markt-Umzug teilnimmt.

Seit jeher sind die Sechs als traditionelle Fußgruppe dabei. Ihr Markenzeichen ist der Handwagen, der früher in Kranenkamp bei Familie Lammers als Transportmittel für die Milchkannen beim Melken genutzt wurde. Dieser wird jedes Jahr passend zum Thema umgestaltet.

Die Gruppe Man hat immer außergewöhnliche politische Themen, die den Nagel auf den Kopf treffen, ob Schleckerfrauen, Bunkermäuse, Hexen oder Genmais. Sie scheuen sich nicht, kritische politische Themen anzusprechen.

Schon Wochen vor dem Markt wird überlegt, gesammelt, getüftelt und genäht – bis das Motiv perfekt ist. Allerlei Kontakte werden zur Hilfe heran gezogen, von dem handwerklichen Geschick der Ehemänner bis hin zur kreativen Unterstützung der Töchter. Sogar eine Visagistin wurde schon fürs perfekte Styling und Make-up hinzugezogen.

Jedes Jahr am Donnerstag vor dem Markt sind die „Strickfrauen“ letzter Anlaufpunkt für das Umzugs-Orgateam mit Hartmut Hinrichs, 1. Vorsitzender vom Heimatring, Stellvertreter Hajo Schepker und Moderator Peter Wegener. Die Männer werden von den Frauen mit Gegrilltem und Salaten verköstigt: „Das ist schon viele Jahre Kult und nicht mehr wegzudenken.“

Am Markt-Sonnabend herrscht jedes Jahr aufs Neue große Aufregung bei den Mädels und den letzten Styling-Vorbereitungen in der Eichen- oder Birkenstraße. Da müssen manchmal ein paar Hände mehr unterstützen.

Die Teilnahme am Umzug macht allen riesigen Spaß. Nach der Stärkung mit Kaffee und Berlinern bei Lorenz geht es dann als Gruppe über den Markt. Zwischendurch frisch gemacht, trifft man sich am Abend zumeist wieder zum Feiern.

Sie nennen sich zwar die „Strickfrauen“, doch das Stricken ist längst nicht mehr aktuell. Es ist eine Frauenrunde, die sich zweimal im Monat zum Klönen trifft. Einmal jährlich gehts zum Städtetrip von Berlin über München bis Wien oder Paris.

Jedes Jahr sagen die „Strickfrauen“: „Das war aber das letzte Mal!“ Und dann sieht man sie doch wieder vergnügt in bunten Outfits mitlaufen. „Spaß verbindet, und so werden wir hoffentlich noch viele Jahre beim Umzug in Bockhorn mit originell umgesetzten Themen die Zuschauer erfreuen“, sagen sie.

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