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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Torfschuppen erinnert an Moor

24.05.2007

NEUENBURGERFELD Im "Gemeinnützigen" vom 28. Mai 1907 heißt es im Wetterbericht: „Morgens trocken, ziemlich heiter, mäßige NW Winde!“

Und so wünscht sich die Dorfgemeinschaft das Wetter auch für den 28. Mai 2007, wenn zum 100-jährigen Bestehen des Torfschuppens dort ein Festgottesdienst abgehalten wird (Beginn: 10 Uhr).

Das sind dann genau 100 Jahre Geschichte in Neuenburgerfeld, als an der Spolsener Moorstraße ein Torfschuppen von Wilhelm Friedrich Bernhard Röben errichtet wurde. Er diente zum Lagern riesiger Torfvorräte, die für den Ziegeleibetrieb in Neuenburgerfeld und anderen naheliegenden Ziegeleien benötigt wurde. Nach Aufgabe der Ziegelei wurde der Torfschuppen von der jetzigen Eigentümerin Maria Griesemann, geb. Röben, im Jahre 1983 der Dorfgemeinschaft Neuenburgerfeld zur Verfügung gestellt. Nach einer aufwändigen Instandsetzung mit vielen ehrenamtlichen Helfern, konnte im Oktober unter Beteiligung zahlreicher Vereine und Gästen Einweihung gefeiert werden (die NWZ berichtete).

Bis heute hat sich der Torfschuppen zu einem beliebten Treff entwickelt. Bei einem echten friesischen Landregen ist wohl schon manch einer froh gewesen, ein Dach über dem Kopf zu haben. Betreuung, Reinigung und Instandhaltung hat seither die Dorfgemeinschaft Neuenburgerfeld in Händen. Das Jahr 1907 bescherte Neuenburgerfeld aber nicht nur die Errichtung des Torfschuppens. Im Jahrgang 1907 des „Gemeinnützigen“ steht zu lesen: Der sogenannte Baasenmeersweg wurde endlich gepflastert, damit die Tausende Fuder Torf vom Moor transportiert werden konnten, Neuenburgerfelder forderten beim Gastwirt Schröer (heute „Schwalbennest“) endlich eine eigene Schule, die dann 1912 gebaut wird (heute Heimat des „Kinderhofs Wehde“), ein großer Heide- und Moorbrand wütete und zerstörte viel Torf, Schüler vergnügten sich im Winter beim Eislaufen auf dem Bullenmeer (es wurde wenig später trocken gelegt), es fehlte an Arbeitern bei den Ziegeleien und es wurden Arbeitskräfte aus West- und Ostpreußen

herangezogen. Und so ließ sich noch von vielen andere Ereignissen berichten, die das „Neuenburger Feld“ geprägt und entwickelt haben, besonders durch das naheliegende Moorgebiet. „Durch den alten Torfschuppen vergessen wir somit auch bis heute nicht seine frühere Bedeutung“, schreibt Freya Safferling. So bleibe die Erinnerung an das Moor und den gewonnen Torf, der seinerzeit für die Menschen zum Leben und für das Überleben ihrer Familien notwendig war. Seit dem Jahr 2001 findet nun jeweils am Pfingstmontag ein Gottesdienst mit Pastor Christian Scheuer statt. In diesem Jahr ist es ein Festgottesdienst zum 100. Geburtstag des Torfschuppens, musikalisch begleitet von dem Gitarrenchor Rhaude. Die Dorfgemeinschaft lädt zur anschließenden Teestunde ein. Den Abschluss bildet eine Feierstunde am 7. Juli um 17 Uhr wieder im Torfschuppen.

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