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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Artenschutz: Turmfalken können kommen

19.09.2013

Varel „Lebensraum Kirchturm“ heißt das Projekt des Nabu (Naturschutzbundes), das nun auch von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Varel unterstützt wird. Falken können jetzt auch am Turm der Schlosskirche nisten und Nachwuchs bekommen. Dr. Johannes Bartner (Nabu Oldenburg) installierte am Mittwoch gemeinsam mit Tischler Gerhard Rieken (Bauausschuss der Kirchengemeinde) und Küster Ernst Timmermann einen Nistkasten an der Außenwand des Südturms.

„Der Turmfalke bevorzugt hochgelegene Brutplätze, Minimum zehn Meter“, erklärte Bartner, der das Projekt Turmfalken beim Nabu betreut. Es ist der dritte Nistkasten für Turmfalken in Varel. „Einen gibt es am Klärwerk, wo in diesem und im vergangenen Jahr Turmfalken ihren Nachwuchs aufgezogen haben, ein weiterer hängt an der Papier- und Kartonfabrik“, berichtet Bartner. Eine Garantie dafür, dass Turmfalken an der Schlosskirche nisten, gebe es nicht. Da jedoch am Klärwerk Turmfalken zwei Jahre hintereinander genistet hätten, sieht Bartner durchaus Chancen.

In den vergangenen Jahren installierte er in der Region Oldenburg an die 80 Nistkästen für Turmfalken. Gut 40 Prozent davon seien bewohnt. Die meisten allerdings von Dohlen und Tauben. Ziel des Nabu-Projektes ist es, den Bestand zu schützen und bestenfalls zu erhöhen. Denn Turmfalken hätten es nicht leicht, meint der Naturschützer. Sie müssten nicht selten um ihre Nistkästen kämpfen, im Oldenburger Land insbesondere gegen Dohlen.

Nach Angaben des Naturschutzbundes, der den Turmfalken 2007 zum Vogel des Jahres erklärt hatte, leben in Deutschland knapp 50 000 Paare, im gesamten Mitteleuropa nur rund 90 000 Paare. „Wir tragen also Verantwortung für den Erhalt dieser Art“, sagt Bartner. Er überreichte als Dank am Mittwoch ein kleines Schild und eine Urkunde an den stellvertretenden Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates, Klaus Engler. Das Schild soll auf dem Kirchplatz aufgestellt werden und auf die Aktion „Lebensraum Kirchturm“ hinweisen.


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Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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