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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Mit Augenzwinkern Grenzen überwinden

12.11.2018

Varel Die Malerin und Galeristin stammt aus St. Petersburg, ihr Mann hat 40 Jahre lang in Israel gelebt, der Maler ist in Kuba geboren und die Bildhauerin kommt aus der Wesermarsch. Diese Nationalitäten spiegeln sich wider in der ersten Ausstellung in der Galerie am Marienlustgarten 1a in Varel, die an diesem Sonntag nach einjähriger Bauphase eröffnet wurde. „Varel hat damit ein Juwel gewonnen“, begrüßte Bürgermeister Gerd-Christian Wagner das neue Kulturzentrum, in dem nicht nur Ausstellungen angeboten werden sollen, sondern auch Musik, Lesungen und Gespräche.

Für Wassa Rosin-Bergmann ging damit ein Traum in Erfüllung. Die Künstlerin aus St. Petersburg hat in ihrer alten Heimat eine renommierte Kunstschule besucht, sich als Malerin einen Namen gemacht und mit Henri Nannen einen Mäzen gefunden, der ihr auch den Kontakt nach Deutschland vermittelt hat. In Oldenburg lernte sie ihren Mann kennen, in Wardenburg und in Großenmeer betrieb sie ein Atelier und eine Malschule. Die Idee einer Galerie verwirklichte sie mit Thomas Hülse, nachdem sie in Varel die passende Immobilie gefunden hatte: die frühere Rechtsanwaltskanzlei am Marienlustgarten, die sie ein Jahr lang komplett für ihre Zwecke umbauten.

Eigene Werke der Künstlerin sind hier ausgestellt, darunter auch die schon berühmten bemalten Holzeier, mit denen Wassa Rosin-Bergmann schon den Verleger Henri Nannen begeistert hat. Daneben präsentiert der kubanische Maler Virieskin del Toro Rodriquez seine Werke, zu sehen sind auch Arbeiten der Bildhauerin und Keramikerin Julia Gabbert-Kruse. „Grenzen“ ist die Ausstellung überschrieben, die gerade in den Werken des kubanischen Künstlers deutlich werden. Dass dieser Begriff indes nicht negativ zu bewerten ist, stellte der Oldenburger Kunstvermittler Dirk Meyer heraus: „Hier schränken sie nicht ein, sondern beweisen, dass man Grenzen überwinden kann.“ Bei aller Ernsthaftigkeit der Bilder fehle auch das satirische Element nicht, „ein Augenzwingern, das die Arbeiten noch zugänglicher macht“.

Dass in der neuen Galerie viele Menschen den Zugang zur Kunst finden, hoffte auch Varels Bürgermeister. In Sachen Kultur sei die Stadt sehr gut aufgestellt, nun sei „ein weiterer Diamant“ hinzugekommen, der über die Grenzen der Stadt hinaus Bedeutung habe. Dass hier „großräumig gedacht“ werden müsse, bestätigte auch Thomas Brückmann, Landrat in der Wesermarsch, in der Wassa Rosin-Bergmann zuvor gewirkt hat. Die Verbindung zwischen Varel und der Wesermarsch unterstrichen auch die „Weltenbummler“. Das Braker Folklore-Ensemble mit Jürgen Gabbert, Julia Gabbert-Kruse und der aus Russland stammenden Sängerin Nathalie Obermann begleitete die Matinee musikalisch.

Geöffnet ist die Galerie freitags, sonnabends und sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung unter Tel. 04451/ 9182823. In der ersten Ausstellung „Grenzen“ zeigt der heute in Abbehausen lebende Künstler Virieskin del Toro Rodriquez präzise Zeichnungen, die über seine Heimat Kuba erzählen. Er bringt Kubas Geschichte in dieser sehr persönlichen grafischen Serie nahe.

Julia Gabbert-Kruse gilt als talentierte Bildhauerin mit starker Persönlichkeit. Ihre Werke weisen eine elegante Ästhetik, harmonische Linien und futuristische Bewegung auf.

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