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NWZonline.de Region Friesland Kultur

So wird Weihnachten in Varel gepredigt

25.12.2018

Varel Alle Jahre wieder ist es soweit: Weihnachten steht vor der Tür. Doch anders als es mit den Jahren vielerorts Einzug gehalten hat, stehen nicht die Geschenke im Vordergrund. Der eigentliche Gedanke von Weihnachten ist viel ursprünglicher: Es geht um die Geburt von Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Darauf wollen auch die Vareler Pastoren aufmerksam machen. Sieben Geistliche haben deshalb dem Gemeinnützigen vorweg einen kurzen Einblick in ihre Predigten für Heiligabend gewährt. Nächstenliebe, Gerechtigkeit oder Frieden sind nur einige der Themen, die die Gottesdienstbesucher erwarten.

Bei Pastorin Maximiliane Kedaj wird es eine kurze Predigt werden

Die Baptisten in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Varel feiern „einen festlichen, familienfreundlichen Gottesdienst mit besonderer musikalischer Begleitung durch Cello, Flügel und Saxofon“, kündigt Pastorin Maximiliane Kedaj an, die seit gut einem Jahr die Gemeinde betreut. Allerdings wird die Predigt kürzer als gewohnt ausfallen – „sonst werden die Kinder zu ungeduldig.“ Heiligabend um 16 Uhr beginnt der Gottesdienst, der sich inhaltlich an die Andacht vom 4. Advent anschließt. Da erschrickt Herodes, als er von der Geburt Jesu hört. Im Weihnachtsgottesdienst an Heiligabend geht es der Pastorin um Hoffnung und Zuversicht: „Fürchtet Euch nicht.“ Zur Predigt gehören auch eine Erzählung „und ein Stückchen Weihnachtsgeschichte zum nach-Hause-mitnehmen.“ Das soll, so die Pastorin, „die Krippe in unser Heim bringen und uns das Bewusstsein erleichtern, dass wir alle, jeder persönlich, Teil der Weihnachtsgeschichte sind“. Auch Maximiliane Kedaj rechnet Heiligabend mit einer vollen Kirche. Etwa 80 Gemeindeglieder sind an jedem Sonntag in der Kirche an der Johann-Gerhard-Oncken-Straße. „Weihnachten werden es wohl noch mehr sein.“

Pastor Edgar Rebbe will auch die Gemeinde einbringen

Interaktiv wird die Christvesper im St.-Michael-Gemeindehaus in Obenstrohe mit Pastor Edgar Rebbe. Um 18 Uhr möchte er der Frage auf den Grund gehen, was Frieden und Gerechtigkeit für den Einzelnen eigentlich genau bedeuten. Deshalb hat er geplant, auch die Gemeinde zu Wort kommen zu lassen. „Freiwillige dürfen ihre Gedanken gerne mit uns teilen, sie zu Gehör bringen und so den Gottesdienst aktiv mitgestalten. Wir wollen gemeinsam interagieren. Ich finde es sehr spannend zu erfahren, was unsere Gemeindemitglieder über die Themen Frieden und Gerechtigkeit denken“, sagt Edgar Rebbe. Außerdem möchte er auf die Gerechtigkeit Gottes eingehen, die für ihn aus Vergebung besteht. „Ich bin der Meinung, das sagt viel über den Wert eines Menschen aus. Auch darum soll es an Heiligabend in meiner Predigt gehen: Was bin ich eigentlich wert“, erzählt der evangelische Pastor.

Gemeindevorsteher Wolfgang Adomeit setzt auf viel Musik

Vom Ablauf her „nicht viel anders als jeder andere Gottesdienst auch“ verläuft der Gottesdienst bei der Neuapostolischen Gemeinde in Varel. „Aber inhaltlich unterscheidet er sich schon“, erklärt Wolfgang Adomeit, der seit Oktober dieses Jahres Gemeindevorsteher in Varel ist und als Prediger auch ein priesterliches Ehrenamt ausübt. Es wird ein Gottesdienst mit viel Musik und Gesang sein. In der Lesung geht es um die Ankündigung der Geburt Jesu, „mit der Gott ein Zeichen in die Welt gesetzt hat“. In der Predigt wird Wolfgang Adomeit „selbstverständlich“ die Hoffnung auf Frieden ansprechen: „Gerade in der Weihnachtszeit ist das Wort für Toleranz, friedliches Miteinander und Liebe unbedingt erforderlich.“ Schriftlich verfasst hat der Priester die Predigt übrigens nicht. Er wird sie, wie es bei der Neuapostolischen Gemeinde üblich ist, frei halten. Vorbereiten wird sich Wolfgang Adomeit. „Aber am Altar stehen wir grundsätzlich ohne Papier.“ Und es gibt noch eine Besonderheit bei der Gemeinde: Die Geburt Jesu wird an Heiligabend mit einer Andacht um 15 Uhr gewürdigt; der Hauptgottesdienst findet am 1. Weihnachtstag um 10 Uhr statt.

Pastor Tom Oliver Brok will das Friedenslicht einbinden

Ein Symbol des Friedens ist das Friedenslicht aus Bethlehem. In der Geburtsgrotte Jesu entzündet, brachten Pfadfinder die Flamme erst vor wenigen Tagen nach Varel und in die Schlosskirche. In der Predigt von Pastor Tom Oliver Brok wird das Friedenslicht eine zentrale Rolle einnehmen. „Ich möchte das Licht in den Gottesdienst hinein holen und so eine Verbindung zwischen der Geburtsstätte Christi und Varel schaffen“, sagt er. Damit die Verbindung auch nach dem Gottesdienst bestehen bleibt, dürfen die Gemeindemitglieder das Licht im Anschluss sogar mit nach Hause nehmen. Für Pastor Brok steht die leuchtende Flamme für das Licht in der Dunkelheit, das als Trost- und Hoffnungsspender mit nach Hause genommen werden kann. „Zum Beispiel, wenn man sich von einer Person verabschieden muss, weil diese verstorben ist oder wenn ein Streit in der Familie besteht, der bis Weihnachten nicht beigelegt werden konnte. Dann bringt das Friedenslicht Licht ins Dunkel“, sagt Tom Oliver Brok. Seine Predigt hält er Montagnacht, 24. Dezember, um 23 Uhr in der Schlosskirche.

Pfarrer Manfred Janßen wird einige Fragen aufwerfen

Mit dem Thema „Gotteskrise“ befasst sich an Heiligabend der katholische Pfarrer Manfred Janßen. Darauf gekommen sei er „beim Joggen durch den Neuenburger Urwald“. Dort entdeckte er durch Zufall einen Holzbilderrahmen – allerdings ohne zugehöriges Bild. „In meinem Gottesdienst möchte ich erreichen, dass sich die Menschen selbst hinterfragen. Was bedeutet Weihnachten tatsächlich für sie“, sagt Manfred Janßen. Fragen werden aufgeworfen, wie: „Ist Weihnachten für mich bloß wie der leere Rahmen aus dem Urwald oder steckt mehr dahinter? Geht es wirklich noch um Jesus Christus? Bin ich noch im Bilde?“ Laut Pfarrer Manfred Janßen soll es darum gehen, zu hinterfragen, ob Gott im Leben der Menschen überhaupt noch vorkommt und wohin der Mensch geht, wenn er sich von Gott abwendet. Um seine Predigt auch anschaulich zu gestalten, hat Pfarrer Manfred Janßen geplant, einen leeren Bilderrahmen über der Krippe aufzustellen. Der Gottesdienst findet um 17.30 Uhr in der St.-Bonifatius-Kirche in Varel statt.

Pfarrer Peter Löffel dreht sich alles um den Stern

Weihnachten ist die Sternstunde des Christentums“, sagt der evangelische Pfarrer Peter Löffel. Deshalb dreht sich in seiner Weihnachtspredigt an Heiligabend um 17 Uhr auch alles um den Stern. „Ich werde die Pflanze mit den roten Blättern, den „Weihnachtsstern“, in der Kirche aufstellen“, verrät er. Und das hat einen besonderen Grund: Die Wurzeln der Pflanze sollen die Erde symbolisieren, die nach oben geöffneten Blätter den Himmel. „So möchte ich die Verbindung von Himmel und Erde darstellen“, erklärt der Pfarrer. Er betont, dass es an Weihnachten nicht um bekannte Stars und Popsternchen aus der Musikwelt geht, sondern um den einfachen Menschen an sich. Mit seiner Weihnachtspredigt möchte Peter Löffel all jenen ein Hoffnungslicht für den Alltag mitgeben, die sich ohnmächtig fühlen. Neben der Christvesper findet außerdem um 13.30 Uhr und um 15 Uhr die Familienvesper mit Krippenspiel statt. Das Kamel Kalle, eine Handpuppe, wird gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen die Weihnachtsgeschichte erzählen.

Pastor Martin Kubatta hat sich von einem Projekt inspirieren lassen

Von dem Kunstprojekt „Unbezahlbar“ hat sich Pastor Martin Kubatta bei seiner Weihnachtspredigt für Heiligabend inspirieren lassen. In dem Rahmen des Projektes reisten Menschen in die verschiedensten Städte der Welt und stellten dort einen Tisch mit in Papier gewickelten Tellern auf. Auf die eingewickelten Teller durfte jeder der wollte schreiben, was für ihn unbezahlbar ist. Viel kam dabei zusammen. Vor allem Frieden, Familie und Liebe seien häufig geschriebene Begriffe gewesen. Das nimmt Martin Kubatta als Ausgangspunkt für seine Predigt. „Ich möchte der Frage auf den Grund gehen, wie Menschen künftig miteinander leben wollen“, sagt er. Soll es ein Leben in Frieden sein, geprägt von Nächstenliebe, oder sollen Wut, Angst und Abneigung das Leben der Menschen künftig bestimmen? Für Martin Kubatta ist die Sache klar: „Christentum bedeutet, dass nicht das Negative überhand nimmt, sondern dass die Menschen sich füreinander einsetzen.“ Er möchte bei seinem Gottesdienst in der Schlosskirche um 16 Uhr die Botschaft verbreiten, dass die Menschen mit- und nicht gegeneinander leben sollen.

Svenja Gabriel-Jürgens Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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