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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Nikolaus sehnsüchtig erwartet

10.12.2018

Varel „Wann kommt endlich der Weihnachtsmann?“ Diese Frage klingelt Ahmed Shibli in den Ohren. Seit vor mehr als einem Monat die Einladung zur Weihnachtsfeier gekommen ist, fragen seine drei Kinder täglich, wann es endlich soweit ist. „Bestimmt zehnmal am Tag“, sagt der Familienvater. Und so gehörte seine Familie zu den ersten, die am Sonntag zur großen Weihnachtsfeier für Flüchtlinge in die Vareler Weberei gekommen sind.

Zum ersten Mal fand die Feier in der Weberei statt, wo genügend Platz für die 130 Kinder und 85 Erwachsenen ist. Die Integrationslotsen und die Stadt Varel hatten ein weihnachtliches Programm organisiert.

Zur Begrüßung sang der Chor der katholischen Kirchengemeinde unter Leitung von Godehard Gottwald Weihnachtslieder, bevor alle gemeinsam „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ sangen. Tosenden Beifall gab es, als Herbert Wilken-Johannes als Nikolaus den großen Saal der Weberei betrat. Für jedes Kind hatte er eine kleine Tüte mit Süßigkeiten dabei.

Als erste bekamen die drei Kinder von Ahmed und Dalia Shibli ihre Tüten. „Es freut uns echt, dass wir hier bei der Weihnachtsfeier sein dürfen“, sagt Ahmed Shibli, „egal ob Christkind oder Allah – wichtig ist, dass die Kinder ihre Freude haben“. Deshalb wird in der muslimischen Familie auch Weihnachten gefeiert. „Seit wir in Deutschland sind, feiern wir Weihnachten“, sagt der 32-Jährige. Die Kinder bekommen jeder ein Geschenk und ein kleines Bäumchen soll auch aufgestellt werden.

„Es ist wichtig, dass man in der neuen Heimat mitmacht“, sagt Ahmed Shibli. Der Kfz-Mechatroniker ist vor drei Jahren mit seiner Familie nach Deutschland gekommen. An diesem Montag beginnt er eine Ausbildung zum Busfahrer.

500 Flüchtlinge leben derzeit in Varel, berichtet Rüdiger Drewes aus der Stadtverwaltung. Die meisten kommen aus Syrien, Afghanistan, Albanien, Irak und Iran. Die Zahl der Flüchtlinge stagniert; etwa 40 bis 50 Flüchtlinge sind in diesem Jahr nach Varel gekommen, ebenso viele sind aber auch weggezogen oder wurden ausgewiesen.

„Die Integration funktioniert gut“, sagt Rüdiger Drewes, „bei vielen Flüchtlingen ist mittlerweile der Status geklärt und es tut sich was“. Viele hätten Jobs gefunden, in der Gastronomie, der fleischverarbeitenden Industrie – oder als Busfahrer.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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