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NWZonline.de Region Friesland Kultur

. . . und dann drehten die Männer auf

21.01.2019

Varel „Zugabe! Zugabe!“ Kurz vor Mitternacht kochte die Stimmung beim „Bunten Abend“ der KG Waterkant im Vareler Tivoli über. Die Zuschauer klatschen wie wild, trampelten mit den Füßen und johlten als allen Kehlen. Auf der Bühne verbeugte sich das Männerballett der Karnevalsgemeinschaft, die ihre Zuschaue mit einem rasanten Auftritt von den Stühlen gerissen hatte.

Die „Supermänner“ im Blaumann wirbelten nur so über die Bühne, schmissen ihre Beine wie die Tanzmariechen und hatten sich am Ende alle so richtig lieb getreu dem Song von Herbert Grönemeyer: „Männer sind so verletzlich; Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich.“ „Ein starker Auftritt“, freute sich Jan-Malte Knigge über die gelungene Vorstellung.

Wochenlang hatten sie geübt. Auch Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner machte mit. Die „Wilden Kerle“ studierten Schritte und Bewegungen ein. „Das ist schon eine Tortur“, sagte Wagner – der Schweiß floss auch am Samstag in Strömen.

Über 200 Gäste feierten mit den Vareler Narren den ersten Höhepunkt der laufenden 63. Session. Diese wurde vom Prinzenpaar Merle I. und Sascha II. eingeläutet. „Von heute bis zum Aschermittwoch hat im ganzen Land nur Freude zu herrschen“, verkündete der neue Regent seinen Untertanen. Und auch das Kinderprinzenpaar Kira I. und Leonardo I. richteten sich an ihr Volk: „Bis zum Aschermittwoch, das geben wir bekannt, herrscht nur Frohsinn an der Waterkant.“

Pünktlich um 19.11 Uhr begann die „Fünfte Jahreszeit“ mit dem Einmarsch der Garden zu den Klängen des Fanfarenzugs „Vorwärts“ Langendamm. Und von Beginn an schunkelten das Publikum mit. Ein Höhepunkt folgte in den Humor-Feuerwerk dem nächsten.

Für Lacher sorgte der Bauchredner Mario Reimer. Seine Figur, der 95-Jährige Herr Schulze, verblüffte mit unerwarteter Frivolität, die Gesangseinlage mit „Udo Lindenberg“ begeisterte.

Dat Kölsche vom Karneval am Rhein brachte der Sänger Pascal Krieger mit nach Friesland. Mitten im Publikum sang er im Saal auf den Tischen und animierte zur „längsten Polonaise Norddeutschlands“. Den kleinen Fauxpas – die Frohnatur am Mikro sprach Varel (mit hartem „Vau“) immer wieder genuschelt Wareel (mit weichem W und langem E) aus. Karneval am Jadebusen muss man eben erstmal können.

Jede Menge „Stars“ brachte das Party-Duo „The Speed Beats“ aus Ostfriesland mit. Sie verführten die Damen im Publikum als Sänger Semino Rossi, schlagerten sich als Mallorca-König Jürgen Drews über die Bühne oder als Helene-Fischer-Ex Florian Silbereisen. Das Luftgitarrensolo durfte selbstverständlich nicht fehlen.

Was man alles aus einer Ukulele, also einer ganz kleinen Gitarre mit vier Saiten, herausholen kann, zeigte Philipp Theesfeld, der von Andre Jodanow am Schlagzeug begleitet wurde.

Traditionsgemäß verblüffend war der Tanz der Mini-, Kinder-, Matrosen- und Prinzengarde der KG Waterkant. Ihrer Fantasie und Kreativität ließen sie dann in den Showtänzen freien Lauf. Als Einhörner, Halbstarke des Musicals Grease, beim Oktoberfest oder als Polizistinnen sorgten sie für Stimmung. Sie alle kamen nur nach Verlängerung von der Bühne – weil alle im Saal riefen: „Zugabe! Zugabe!“

Video

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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