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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Vareler Narren geben Schlüssel zurück

16.02.2018

Varel Das war’s dann: Am Mittwoch legten die Aktiven der Karnevalsgemeinschaft Waterkant Narrenkappen und Faschingsorden ab. Dazu hatten sie sich zum traditionellen Heringsessen im Brauhaus-Hotel versammelt. Seit November versuchten die Narren, ihre Macht auszubauen.

Mit allerlei unterhaltsamen Festen hofften sie, das Volk für sich zu gewinnen. Es gab einen Bunten Abend, einen Tanz- und Shownachmittag oder auch die große Kinderfaschingsparty. Sogar die örtliche Presse wurde genutzt, um die Pläne der Narren unter der Leserschaft zu verbreiten.

Auch im Ausland suchten sie Unterstützung und reisten nach Lustenau in Österreich. Höhepunkt war dann am vergangenen Samstag die Übernahme des Rathauses. Mit großer Unterstützung durch eine lange Wagenkolonne, viel Fußvolk und noch mehr an den Straßenrändern jubelnden Anhängern gelang es ihnen, sich den Rathausschlüssel anzueignen. Nun hatte das Herrscherpaar Prinz Marcel I. und Prinzessin Jessica I. das Ziel erreicht. Doch so einfach scheint das Regieren nicht zu sein, die beiden waren sichtlich froh, ihre Karnevals-Herrschaft am Mittwoch beenden zu können.

Glücklicherweise hatte sich ein Vertreter aus dem Rathaus bei der Feier eingeschlichen, der den Schlüssel zurückholen wollte. Dieses Mal war Bürgermeister Gerd-Christian Wagner nicht selbst bei den Narren, hatte aber seine Frau Birgit und seinen Stellvertreter Rudi Böcker zur Feier geschickt. Als Verstärkung brachten die beiden Landrat Sven Ambrosy mit. Unter den strengen Augen der Präsidentin der Karnevalsgemeinschaft Gudrun Uhr, des Elferrats und der Mitglieder der Garden bewiesen sie durch das Basteln einiger Papierblumen ihr handwerkliches Geschick.

„Wer das schafft, kann sicherlich auch besser regieren als wir“, dachte sich wohl das Prinzenpaar und gab den Rathausschlüssel zurück. Mit einem dreifachen „Ahoi“ und dem Singen der inoffiziellen Stadthymne „Moin, moin“ wurde die närrische Zeit beendet. Die Karnevalisten stehen nun erneut vor großen Herausforderungen. Für die nächste Session werden Tänze geprobt, Kostüme genäht und geflickt. Sicher ist, dass das närrische Treiben am 11. November wieder los geht.

Präsidentin Gudrun Uhr zeigte sich enttäuscht über das Verhalten einiger Umzugsteilnehmer: „Leider übertreiben einige den Alkoholgenuss, manche feiern auf den Wagen eine eigene Party und wenden dem Publikum den Rücken zu. Noch erschreckender ist es allerdings, wenn wir erfahren müssen, dass durch Trunkenheit ein Kind verletzt wird oder überhaupt Gäste angepöbelt werden. Dieses hat nichts mehr mit unserem Ziel der Brauchtumspflege zu tun. Hiervon möchten wir uns ganz klar distanzieren.“ Als erste Konsequenzen wurde beschlossen, einige Gruppen von künftigen Umzügen auszuschließen.

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Karnevalsgemeinschaft Waterkant | Karneval

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