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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Vareler Narren ziehen durch die Straßen

10.02.2018

Varel Varel und Umgebung aufgepasst: An diesem Samstag übernehmen die Narren der Karnevalsgemeinschaft Waterkant die Macht im Rathaus und versetzen die friesische Stadt in den Ausnahmezustand – der absolute Höhepunkt der 62. Session ist der große Karnevalsumzug, der um 13.11 Uhr in Dangastermoor startet. Unzählige Umzugswagen und Tausende Schaulustige am Straßenrand werden erwartet.

Bei Ilona Scheliga und den „Fun-tastics“ laufen die Vorbereitungen für den Umzug auf Hochtouren. Seit neun Jahren sind sie fester Bestandteil des Vareler Karnevalsumzugs und können auch diesen Samstag kaum abwarten. Das passende Thema bei den kühlen Temperaturen der vergangenen Tage: „Après Ski“.

Schönstes Karnevalsfoto gesucht

Die Route führt wie in den vergangenen zwei Jahren vom Vareler Brauhaus-Hotel aus über die Straße Zum Jadebusen bis nach Langendamm. Weiter geht es über die Auffahrt zur Bundesstraße 437 in Richtung Varel. Das nächste Ziel ist, über Waisenhausstraße, Hagenstraße, Achternstraße und Pelzerstraße, der Vareler Schlossplatz.

Hier findet die Schlüsselübergabe an das Prinzenpaar statt. Weiter geht es anschließend über die Bürgermeister-Heidenreich-Straße, Neue Straße, Neumühlenstraße, Bismarckstraße, Mühlenstraße, Düsternstraße und Dangaster Straße wieder zurück an den Jadebusen.

Alle Leser der NWZ können der Redaktion des „Gemeinnützigen“ bis Montag, 12. Februar, 12 Uhr, ihr ausgefallenstes, lustigstes oder buntestes Foto vom Karneval schicken. Zu gewinnen gibt es sechs Geldpreise im Wert von je 50 Euro. Schicken Sie Ihr Foto per E-Mail an red.varel@nwzmedien.de. Eine Jury ermittelt die Sieger.

Ein Online-Spezial:

Ein Online-Spezial:www.nwz- online.de/karnaval-varel

Direkt nach dem „Bunten Abend“ im Januar haben die Vorbereitungen am Wagen angefangen. „Vorher haben wir immer genug zu tun, danach nutzen wir dann unsere eigentliche Trainingszeit“, sagt Ilona Scheliga. Sie und die weiteren Mitglieder der Gruppe haben früher alle in der Garde getanzt. Nun fegen sie mit ihrem Umzugswagen über die Vareler Straßen.

In jedem Jahr gibt es dabei ein neues Motto. Begonnen hat alles mit „Der Schuh des Manitu“, später kamen „Tarzan“, „Shrek“ oder „Typisch Frau und typisch Mann“ dazu. „Ich bin froh, dass immer noch alle dabei sind“, sagt Ilona Scheliga, die in der Session 2010/11 Karnevalsprinzessin war und mit ihrer Gruppe auf dem Prinzenwagen fuhr.

In diesem Jahr geht es wieder mit dem eigenen, selbst gebauten Wagen auf die Straße. Die Aufgaben hier sind immer klar verteilt. Die drei Männer der zwölfköpfigen Gruppe kümmern sich um die Holzarbeiten und die Musikanlage, die Frauen falten und zupfen den Blumenschmuck für den Wagen.

Das Häuschen als Überdachung wird erst am Umzugstag aufgebaut, wenn der Wagen aus der Scheune herausgefahren ist. Auch Süßigkeiten zum Werfen werden mit an Bord sein. „Bonbons bleiben immer mehr liegen. Deshalb gibt es viele Lutscher, Popcorn und Chips“, so Ilona Scheliga. Die Johanniter werden auch am Umzug teilnehmen. Dafür wurde bis kurz vor dem Start noch kräftig gewerkelt.

Doch dürfen sich eigentlich alle geschmückten Wagen auf den Weg durch Varel machen? „Die Fahrzeuge und Wagen stammen meistens aus dem landwirtschaftlichen Betrieb und werden generell durch den TÜV abgenommen“, sagt Lars Oberbeck, Umzugsleiter von der KG Waterkant. Eine Woche vor dem Umzug statte er einigen Gruppen einen Besuch ab, um die Aufbauten zu inspizieren. „Das passiert besonders bei neuen Gruppen, die sich zum ersten Mal für den Vareler Karnevalsumzug anmelden“, sagt der Umzugsleiter. Bei der Kontrolle achte er darauf, dass die Räder abgedeckt sind und die Brüstung an den Wagen hoch genug ist.

Während des Umzugs am Samstag hat dann die Polizei die Leitung. „Ich setze mich bereits im Vorfeld mit den Verantwortlichen zusammen, um die wichtigsten Details zu klären“, sagt Oberbeck. Wichtig sei der Polizei, dass „alles Hand und Fuß haben muss“. Deshalb wird bei der Vergabe der Startnummern auch ein Verhaltensbrief ausgeteilt, auf dem Informationen zum Umzug, darunter auch zum Wurfmaterial, stehen. „Kurz vor dem Start am Samstag finden dann noch einmal kurze Überprüfungen statt“, so Oberbeck.

Einmal ist es bisher passiert, dass eine Gruppe nach der Abnahme nicht am Umzug teilnehmen durfte – in diesem Jahr scheint aber bei allen Gruppen die Ampel auf „Grün“ zu stehen. Mitspielen muss nur noch das Wetter. „Im letzten Jahr hatten wir Pech“, erinnert sich Ilona Scheliga nur ungern an die Regenschauer. An diesem Samstag soll es pünktlich zum Umzugsstart aber trocken sein – dann können die Narren die Vareler Straßen unsicher machen.

Sönke Spille
Volontär, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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