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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Konzert: Musiker berühren die Seelen der Zuhörer

03.12.2018

Varel Schöner kann die Adventszeit kaum beginnen: Zwei Stunden lang Weihnachtslieder auf höchstem Niveau bot das Trio „Il Belcanto“ in zwei Konzerten am Samstag und Sonntag im Vareler Waisenstift. Sopranistin Irina Wischnizkaja (Oldenburg), Bariton Ivo Berkenbusch aus Varel und Pianist und Kapellmeister Olaf Wiegmann, Dirigent der Oldenburgischen Kammersinfonie, überzeugten vor jeweils vollem Haus mit der „Klassischen Weihnachts-Gala“. In kürzester Zeit waren beide Konzerte ausverkauft – der gute Ruf dieser Veranstaltungsreihe war den Künstlern, die seit 14 Jahren zusammen spielen, vorausgeeilt.

Ob als Solisten oder als Duo, jeweils am Flügel begleitet von Olaf Wiegmann, begeisterten Irina Wischnizkaja und Ivo Berkenbusch mit ihren ebenso kraftvollen wie gefühlsbetonten Stimmen. Mit dem traditionellen „Vom Himmel hoch, o Englein kommt“ eröffnete der Bariton das Konzert, mit Mozarts „Ridente la Calma“, der „leichten Ruhe“ setzte es die Sopranistin fort. International war das folgende Repertoire. Deutsche Weihnachtslieder wie „Macht hoch die Tür“ oder „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen“ – gemeinsam gesungen mit dem Publikum – wechselten sich ab mit einfühlsamen Titeln aus den verschiedensten Ländern. Und dann berührt sogar das amerikanische „I’ll be home for Christmas“ die Seele, wenn es einmal nicht aus den Lautsprechern des Supermarktes plärrt, sondern so gekonnt und emotional vorgetragen wird wie hier von „Il Belcanto“.

Bunt gemischt war das Programm, zu dem das portugiesische „Herbei, o ihr Gläubigen“ ebenso gehörte wie das irische „You raise me up“ oder Andersons bekannte Schlittenfahrt, wobei das Publikum das Pferdegetrappel klopfend nachahmte. Die britischen Songs „Midnight Noel“ und „Zu Bethlehem“ erklangen, Bizets „Agnus Dei“ war zu hören und auch die Operette fehlte nicht: Gräfin Marizas „Glück ist ein schöner Traum“, geschrieben im Winter 1824 in Wien, passte wunderbar ins weihnachtliche Repertoire dieses Abends. Das wohl bekannteste Weihnachtslied „Stille Nacht“, vorgetragen von Ivo Berkenbusch, rundete das Programm gefühlvoll ab, in dem Olaf Wiegmann auch als Solist am Flügel überzeugte: mit Schuberts „Impromptu“ egenso wie mit Ravels „Tal der Glocken“. Dass wieder mehr Hausmusik gespielt wird, hoffte Berkenbusch und ging mit gutem Beispiel voran, als sein Sohn Deniz zwei Stücke mit der Violine begleitete.

„Sie waren ein grandioses Publikum“, bedankte sich der Sänger bei den Zuhörerinnen und Zuhörern, die das Trio mit stehenden Ovationen und nicht ohne drei Zugaben entließen. Der Beifall galt indes nicht nur der musikalischen Leistung des Trios, sondern auch der Moderation: Ivo Berkenbusch selbst führte charmant, informativ und auch humorvoll durch das Programm.

Berkenbusch dankte auch dem Stadtmarketing Varel mit Insa Jung, Miriam Küpker und Monika Warnken als Organisatoren sowie der EWE und der OLB für die finanzielle Unterstützung der Konzerte. Er würdigte auch das Waisenstift als Gastgeber. „Hier sind wir fast mittendrin im Publikum, das hat Wohnzimmeratmosphäre.“ Mit erlesenen Weinen sprach „Genuss am Meer“ in der Pause schließlich auch die Geschmackssinne an.

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