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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Kultur: Eine legendäre Begegnung in drei Akten

08.09.2018

Varel Die in Varel geborene und aufgewachsene Sopranistin Hildegard Behrens (1937–2009) musizierte im Verlauf ihrer Karriere mit zahlreichen der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. So überrascht es nicht, dass ihr Name Ende August in zahlreichen Zeitungs-Artikeln zu lesen war, die an den 100. Geburtstag von Leonard Bernstein erinnerten.

Denn mit dem berühmten US-amerikanischen Komponisten („West-Side-Story“) und Dirigenten, der am 25. August 1918 geboren wurde und 1990 starb, arbeitete die Tochter einer Arztfamilie aus der Vareler Moltkestraße künstlerisch eng zusammen. In die Operngeschichte ging Leonard Bernsteins konzertante Münchner Aufführung von Richard Wagners Liebesdrama „Tristan und Isolde“ aus dem Jahr 1981 ein, in der die damals 44-jährige Behrens und der sieben Jahre jüngere Tenor Peter Hofmann in den Titelpartien glänzten.

Zu den Besonderheiten dieser Inszenierung gehörte, dass die drei Akte der Oper nicht an einem Abend, sondern separat im Januar, Mai und November im Herkulessaal der Münchner Residenz aufgeführt wurden. Publikum und Presse waren begeistert.

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Der Rezensent der NWZ berichtete, Bernstein habe mit Hildegard Behrens eine ideale Isolde gefunden, und die Mitwirkenden seien mit „Ovationen, enthusiastischen ,Bravo‘-Rufen und Blumen“ geradezu überschüttet worden.

Die Sängerin, die ihr musikalisches Rüstzeug in Varel in der musikbegeisterten Familie, bei Musiklehrer Molle an der Oberschule (heute Gymnasium) und bei der exzellenten Klavierlehrerin „Fräulein“ Meta Lieschner erworben hatte, blickte in der Einleitung zu einer 2001 erschienenen Bild-Biografie über Bernstein auf die Wagner-Aufführung zurück. Über ihre erste Begegnung mit „Lenny“ in München schreibt sie: „Es war ein glühender Abend, und als er mich wissen ließ, dass er einen Tristan mit mir plane, war ich sprachlos vor Entzücken. Zwischen Weihnachten und Neujahr begann die Arbeit. Es war ein gewaltiges Projekt.“

Und auch etwas sehr Privates erfährt der Leser: „Dass ich in diesem Jahr, nämlich sechs Wochen vor dem dritten Akt, meine Tochter Sara zur Welt bringen würde, war mir in der Anfangszeit unseres Tristans selbst noch unbekannt.“ Da verwundert es nicht, dass die Star-Sopranistin aus Friesland von ihren Zeitgenossen als außergewöhnlich starke Persönlichkeit erlebt wurde. Heute würde man wohl von einer „Powerfrau“ sprechen.

Die legendäre Aufführung von „Tristan und Isolde“ mit Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wurde jetzt im Bayerischen Fernsehen zum 100. Geburtstag von Leonard Bernsteins gesendet. Der erste Akt ist noch bis zum 17. September in der Mediathek von BR-Klassik zu sehen und zu hören. Alle drei Akte der Oper wurden inzwischen auch auf DVD veröffentlicht.

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